Lästereien über Kollegen beim Feierabendbier vermeiden

Von: ddp
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Berlin. Das Feierabendbier kann ein gemütlicher Ausklang eines stressigen Arbeitstages sein, aber auch eine lästige Verpflichtung gegenüber den Kollegen.

Nandine Meyden, Trainerin für Business-Etikette aus Berlin empfiehlt, durchaus ab und zu an einem Treffen mit den Kollegen nach Dienstschluss teilzunehmen.

„Man kann so mehr über den Menschen abseits seiner Tätigkeit erfahren und sich ein Netzwerk aufbauen”, sagt die Expertin. Bestimmte Reaktionen oder Verhaltensweisen wie ständiges Gegrummel des Kollegen ließen sich so künftig besser verstehen.

Den Alkoholpegel sollte man jedoch bei einem Feierabendbier auf jeden Fall im Griff behalten. „Alkohol darf nur in Maßen genossen werden, um sich zum einen nicht Gerüchten auszusetzen, man habe ein Problem damit”, erläutert Meyden. Auf der anderen Seite enthemme Alkohol, und man könnte dann möglicherweise dazu verleitet werden, sich über die Kollegen oder den Vorgesetzten lautstark zu beschweren. „Lästereien haben beim Feierabendbier nichts verloren, denn sonst denken die anwesenden Kollegen, dass man in Abwesenheit auch über sie herzieht”, erklärt Meyden.

Ebenso sollte man darauf achten, nicht regelmäßig mit denselben Kollegen etwas trinken zu gehen. „Ansonsten meinen die anderen, dass man unter sich bleiben möchte”, erklärt Meyden. Deshalb sei es ratsam, andere Kollegen in die Runde mit einzubeziehen.

Bei einem Feierabendbier sollte man abwägen, was man vor den Kollegen von seinem Privatleben preisgibt. „Privates kann angeschnitten werden, um sich den anderen gegenüber offen zu zeigen”, sagt die Expertin. Doch sollten nicht alle Details brühwarm erzählt werden, betont Meyden: „Manche Themen wie die Schlammschlacht bei einer Scheidung sind nur für den Freundeskreis bestimmt.”

Absagen sollte man das Treffen nach Feierabend nur, wenn unbedingt nötig. „Wenn man schon zwei- oder dreimal nicht daran teilnehmen konnte, denken die Kollegen möglicherweise, man habe kein Interesse an ihnen”, erläutert die Expertin. Deswegen empfiehlt sie, bei einer Absage unbedingt zu betonen, wie schade es sei, nicht mitgehen zu können. Am nächsten Tag könne man dann nachfragen, wie der Abend verlaufen sei, und darum bitten, bei einem weiteren Treffen Bescheid zu geben.
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