Kündigen ohne böses Blut

Von: dapd
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Hamburg. „Ich kündige!” Diese Nachricht ist zunächst eine Absage an die Firma, den Chef und die Kollegen. Trotzdem sei es möglich, sich im Guten vom Job zu verabschieden, betont Karriere-Expertin und Beraterin Kerstin Hof aus Hamburg.

Das beste Argument für eine Kündigung sei immer, dass man die eigenen guten Chancen nutzen möchte, sagt Hof. „Sie wollen Ihre Potenziale entwickeln - das kann jeder verstehen.” Dem Chef gegenüber könne der scheidende Kollege sachlich ansprechen, dass die bisherige Stelle diese Perspektive nicht biete.

Die Kündigung zur Abrechnung mit dem verhassten Job zu nutzen, sei dagegen keine gute Idee. Selbst wenn ein tyrannischer Chef, unsympathische Kollegen oder ein vergiftetes Arbeitsklima der Kündigungsgrund sind, sollte man diplomatisch und nicht emotional argumentieren, sagt Kerstin Hof - etwa indem man sagt, dass man sich im nächsten Job bessere Arbeitsbedingungen erhoffe. „Wenn Sie bereits versucht haben, Probleme mit Kollegen oder Vorgesetzten zu klären, dann weiß der Chef Bescheid, was gemeint ist”, sagt sie.

Wer Probleme bis zur Kündigung stillschweigend hingenommen hat, dürfe sich von einem Überraschungscoup nicht zu viel versprechen. „In dem Moment, wo sie entschieden haben zu gehen, ist es zu spät, Einfluss zu nehmen”, sagt Kerstin Hof. Um bei den Kollegen in guter Erinnerung zu bleiben, sollte man einen günstigen Moment abpassen. Wer mitten in einer heißen Phase gehe, riskiere böses Blut. „Dass die anderen reden und sich verlassen fühlen, können Sie nicht wirklich beeinflussen”, sagt sie.

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