Kinder den eigenen Arbeitsplatz kennenlernen lassen

Von: dpa
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Bielefeld. Den Girls und Boys Day am Arbeitsplatz der Eltern zu verbringen, kann vor allem für Jüngere eine gute Idee sein. „Für Kinder in der 5. oder 6. Klasse ist das ein geeigneter Einstieg, um eine gewisse Sicherheit zu haben”, sagt Elisabeth Schöppner vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit mit Blick auf den bundesweiten Girls und Boys Day an diesem Donnerstag.

Für viele Kinder sei es spannend, Mutter oder Vater einmal im Beruf zu erleben.

Eltern hätten vielleicht das Gefühl, dass es kontraproduktiv sei, wenn ihnen ihr Kind über die Schulter schaue, nach dem Motto „Was ich mache, lehnen meine Kinder sowieso ab”. Was in der Pubertät tatsächlich oft der Fall sei. Meist sei es aber so, dass Mädchen und Jungen bis dahin nicht wüssten, was genau der Beruf der Eltern ist. In dem Mini-Praktikum bekämen sie dann erstmals Einblick in deren Arbeitsalltag. Erleben Jungen und Mädchen ihre Eltern einmal in Aktion, biete das außerdem Gesprächsstoff für zu Hause.

Empfehlenswert sei, wenn im Betrieb der Eltern noch ein zweiter Aktionsplatz angeboten werde: So könnten Sohn oder Tochter noch einen Freund oder eine Freundin mitbringen, was für die Kinder meist angenehmer sei. In großen Unternehmen sei es zudem unwahrscheinlich, dass Kinder nur mit ihren Eltern zu tun hätten: „In der Regel kommt es nicht zu einer direkten 1:1 Begleitung der Kinder durch die Eltern”, sagt Schöppner.

Ältere Kinder äußerten oft von selbst den Wunsch, neue Berufsmöglichkeiten auszuprobieren. Eltern könnten sie dann bei der Suche nach einem anderen Betrieb für den Girls und Boys Day unterstützen.

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