Paderborn - Höflich vom Small Talk zum Big Talk überleiten

Höflich vom Small Talk zum Big Talk überleiten

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Paderborn. Im Berufsleben will mancher Small Talk kein Ende nehmen: Einer der Gesprächspartner ist ins Plaudern geraten, während sein Gegenüber längst zu geschäftlichen Themen übergehen will.

„Er sollte die Initiative ergreifen und zum Big Talk überleiten”, sagt Susanne Watzke-Otte, Kommunikationstrainerin und Autorin des Buches „Small Talk”. Dies dürfe allerdings nicht abrupt geschehen, damit man den Gesprächspartner nicht vor den Kopf stoße.

„Die passende Gelegenheit für eine Überleitung bietet sich häufig bei einem Themenwechsel”, erläutert Watzke-Otte. Beim Small Talk bewege man sich meist von Thema zu Thema, komme zum Beispiel vom Wetter auf den bevorstehenden Urlaub und von da zu einem Hobby. Dazwischen treten oft Gesprächspausen ein, die man für einen Übergang nutzen könne.

Besonders elegant seien Überleitungen, die thematisch passen: „Wie sie gerade gesagt haben, sind Ihnen Kontakte zu Menschen besonders wichtig. Das bringt mich auf die Angelegenheit, die wir miteinander besprechen wollen.” Ein solches Vorgehen dürfe allerdings nicht gezwungen wirken. „Dann sollte man den Small Talk lieber ohne thematischen Bezug beenden”, sagt die Expertin. Dafür lasse sich zum Beispiel sagen: „Ich habe das Gefühl, dass wir uns noch lange unterhalten könnten. Aber Ihre Zeit ist sicher begrenzt. Was halten Sie davon, wenn wir jetzt zum Geschäftlichen übergehen?”

„Dreisatz” hilft beim Beenden eines Small Talks

Auch auf Firmenveranstaltungen oder Feiern ist man manchmal in Small Talk verwickelt, den man beenden möchte. „In solch einer Situation ist ein Dreisatz mit Einleitung, Begründung und Schluss hilfreich”, sagt Watzke-Otte. Dafür sollte man sich zunächst für das angenehme Gespräch bedanken. Danach passe beispielsweise der Satz „Sie wollen ja sicher auch noch mit anderen sprechen”.

Man könne auch darauf hinweisen, dass man selbst jemanden begrüßen möchte. Abschließend verabschiedet man sich - zumindest vorläufig - von dem anderen. Der alte Trick, sich ein Getränk zu holen oder ans Büfett zu gehen, sei meist weniger erfolgreich. „Da geht der Gesprächspartner nämlich häufig mit”, berichtet die Kommunikationstrainerin.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert