Getrennte Betten, lebendiger Sex

Getrennte Betten, lebendiger Sex

Von: ddp
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„Oft haben Paare, die in getrennten Betten schlafen, eine sehr lebendige Sexualität”, berichtet der Paartherapeut Jörg Wesner. Foto: ddp

<b>Hamburg. </B>Beim Thema getrennte Betten denken viele Menschen zuerst an Streit und Ehekrise. Dabei könnte ebenso gut das Gegenteil der Fall sein.

Denn wenn der Partner zum Beispiel schnarcht oder bis spät in die Nacht liest, kann das eine Beziehung belasten. „Viele Menschen trauen sich nicht, dem anderen zu sagen, dass er sie stört”, sagt Jörg Wesner, Diplompsychologe und Paartherapeut in Hamburg.

Oft schliefen sie deshalb schlecht, würden zunehmend genervt und entwickelten Vorbehalte gegenüber dem Partner. „Wenn ein Paar es räumlich einrichten kann, sollte es von Anfang an ein Ausweichbett haben”, sagt Wesner. Dies sei nicht nur für schwierige Situationen gedacht, sondern auch für den Fall, dass einer der beiden einfach für sich sein wolle.

„In jeder Beziehung müssen die Partner eine Balance zwischen Eigenem und Gemeinsamem finden”, sagt der Diplompsychologe. Je selbstverständlicher es sei, auch eigene Dinge tun zu dürfen - und sei es beim Übernachten auf der Schlafcouch - desto eher bleibe die Partnerschaft lebendig.

Mit der Option Ausweichbett müssten auch Probleme wie das Schnarchen des Partners nicht zu einer Beziehungskrise anwachsen. „Meist wird man gelassener, wenn man weiß, dass man eine unangenehme Situation selbst beenden kann”, sagt Wesner. Und wer frei wählen könne, ziehe in manchen Nächten sogar doch das laute, gemeinsame Bett dem ruhigen Schlaf allein vor.

Einige Paare schlafen auch grundsätzlich in getrennten Schlafzimmern. „Dann sollte mindestens ein Bett groß genug sein, um gemeinsame Nächte zu verbringen”, sagt Wesner. Denn es sei wichtig, dass die Partner genügend „Qualitätszeit” miteinander teilten. Dazu könne zum Beispiel gehören, den anderen ins Bett zu bringen und sich dazuzulegen. „Oft haben Paare, die in getrennten Betten schlafen, eine sehr lebendige Sexualität”, berichtet der Paartherapeut.
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