Fiebernde Kinder gehören nicht in die Kita

Von: ddp
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Lauffen. Ein kratzender Hals, eine laufende Nase, festsitzender Husten, ein bisschen Bauchweh ­- immer wieder fangen sich Kinder kleinere und größere Wehwehchen ein.

Vor allem wenn es sich um ersteres handelt, stehen Eltern dabei regelmäßig vor der Frage: Kann ich den Nachwuchs in den Kindergarten oder die Kindertagesstätte schicken oder nicht?

„Ganz klar ist: Ein Kind mit Fieber, also einer Temperatur von mehr als 38,5 Grad, gehört auf jeden Fall nicht in die Kita”, unterstreicht der Lauffener Kinderarzt Michael Mühlschlegel, Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in Baden-Württemberg.

In den meisten anderen Fällen handelt es sich eher um eine Ermessenssache sowohl der Eltern als auch der Kindertagesstätte selbst. „Bei Kindern, bei denen eine Erkrankung im Abklingen ist, die also beispielsweise noch ein bisschen husten und schniefen und ansonsten fit sind, hätte ich keine Bedenken, sie in die Betreuung zu geben”, sagt der Experte.

Auch das Argument, andere Kinder könnten sich anstecken, ist für Mühlschlegel nur bedingt nachvollziehbar -­ schließlich hätten die Kleinen ihre Krankheiten ja in den meisten Fällen aus der Kita. „Die Auseinandersetzung mit Krankheitserregern ist zudem extrem wichtig für die Körperabwehr der Kinder, die Kita ist sozusagen ein Trainingslager für das Immunsystem”, verdeutlicht er. Allerdings könne es manchmal sinnvoll sein, die Kleinen einfach einmal eine Woche zu Hause zu lassen, damit sie sich ausruhen können -­ speziell im Winter, wenn eine Infektion die nächste jagt.

Die meisten Betreuungseinrichtungen haben ohnehin festgelegte Regeln, wann ein Kind kommen darf und wann nicht. „Das hängt vom Träger ab und kann sehr unterschiedlich sein”, weiß Mühlschlegel aus seiner Praxis. So verlangten einige Kitas nach einer Krankheit des Kindes beispielsweise ein ärztliches Attest mit der Bestätigung, dass es wieder gesund ist. Im Zweifelsfall sollte man das Vorgehen einfach mit der zuständigen Betreuerin oder Leiterin absprechen.
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