Familiennamenatlas: ein „weltweit einzigartiges Nachschlagewerk”

Von: kna
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Mainz. Der erste Band des Deutschen Familiennamenatlas (DFA) ist erschienen. Forscher aus Freiburg und Mainz nutzten digitale Telefonanschlussdaten, um die Verbreitung der Familiennamen in der Bundesrepublik zu erforschen.

Die Wissenschaftler sprachen von einem „weltweit einzigartigen Nachschlagewerk”. Der jetzt veröffentlichte erste Band widmet sich auf mehr als 800 Seiten den Vokalen. So fanden die Forscher heraus, dass Baier und Bayer vorwiegend im Süden Deutschlands leben, während Beier und Beyer hauptsächlich im Osten der Republik wohnen. 363 Karten zeigen die Verbreitung von Namen und Namensgruppen.

Nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler blieben „die geschichtlich gewachsenen Namenlandschaften trotz der modernen Mobilität erstaunlich stabil”. Auch häufige Namen ließen sich oft regional exakt eingrenzen: So findet sich Baur fast ausschließlich im schwäbischen Sprachgebiet, Stoiber dicht gedrängt in Ostbayern, Petersen im äußersten Norden. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt läuft seit 2005. Bis 2012 soll es abgeschlossen sein.
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