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Ersten Partner des Kindes in Familienrituale integrieren

Von: (ddp9
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Schwäbisch Hall. Spielte die Tochter bis jetzt mit Barbie-Puppen, bringt sie plötzlich ihren ersten Freund mit nach Hause. Den richtigen Ton bei der ersten Begegnung mit dem neuen Partner zu treffen, ist für Eltern nicht immer einfach.

„Dem ersten Freund oder der ersten Freundin des Kindes sollten Eltern offen gegenübertreten und sie in der Familie willkommen heißen”, sagt Joachim Armbrust, Diplom-Sozialpädagoge aus Schwäbisch-Hall und selbst Vater von zwei Kindern. Man sollte den Jugendlichen freundlich begrüßen, ihm jedoch auch Zeit geben, in der Familie anzukommen. „Teenager mögen es nicht, wenn man sie überfällt”, fügt der Experte hinzu.

Neugierige Fragen wie Was machst du? und Woher kommst du? seien absolut nicht angebracht und verschüchterten den Jugendlichen eher. „Um mehr über den neuen Partner des Sprösslings herauszufinden, könnte man ihn beispielsweise in Familienrituale wie ein gemeinsames Kochen integrieren oder ihn zu Sonntagsausflügen einladen”, schlägt Armbrust vor. Das lockere den Kontakt zwischen Eltern und dem ersten Partner der Tochter oder des Sohnes.

Eltern machten in dieser Phase oft den Fehler, dass sie zu viel nachdächten und die erste Beziehung des Kindes als dauerhaft ansähen, erläutert Armbrust. Sie sollten dem Kind Raum lassen, sich zu entwickeln und herauszufinden, wer zu ihnen passt. „Eltern verkennen oft, dass die Jugendlichen eigene Erfahrungen sammeln müssen, um ihre Identität zu erproben”, erläutert der Experte. Deshalb sollten sie sich besonders bei der ersten Beziehung nicht zu stark engagieren, sondern dem Kind die Möglichkeit geben, sich zu entfalten.

Zur ersten Beziehung gehören oft auch die ersten sexuellen Erfahrungen. „Eltern sollten unbedingt offen mit ihren Kindern über Verhütung sprechen und sich nicht auf die Aufklärungshilfe der Schule oder von Jugend-Zeitschriften verlassen”, rät Armbrust. Ein klärendes Gespräch könne dabei nie zu früh angesetzt werden, denn Kinder kämen immer früher in die Pubertät.
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