Fulda - Eltern und Jugendliche sollten Heimkommenszeit gemeinsam festlegen

Eltern und Jugendliche sollten Heimkommenszeit gemeinsam festlegen

Von: ddp
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Fulda. In der Pubertät entdecken die meisten Jugendlichen das Nachtleben für sich. Spätestens dann müssen sie sich mit ihren Eltern darüber auseinandersetzen, wann so ein Discoabend zu Ende sein sollte.

Und hier gehen die Meinungen der Generationen meistens weit auseinander. „Dazu, wann ein Kind in welchem Alter zu Hause sein muss, gibt es im Jugendschutzgesetz klare Aussagen”, sagt Jürgen Plass, Leiter der Erziehungsberatungsstelle Fulda.

Diese sollten Eltern auf keinen Fall unterlaufen - allerdings könnten sie die vom Gesetzgeber angegebenen Heimkommensregeln noch begrenzen, falls sie das für notwendig halten.

„Man sollte versuchen, eine Vereinbarung zu treffen, die für alle Familienmitglieder annehmbar ist”, sagt Plass. Eltern könnten ihrem Kind erklären, dass sie es mit diesen Einschränkungen beispielsweise vor gewalttätigen Attacken, Unfällen mit angetrunkenen Autofahrern und Drogen schützen wollen. Damit verdeutlichten sie: „Wir machen uns Sorgen um dich, weil du uns wichtig bist.”

Andererseits sei es auch wichtig herauszufinden, warum das Kind unbedingt auf eine bestimmte Feier gehen oder noch länger wegbleiben möchte. „Das ist eine gute Gelegenheit für Eltern und Kinder, miteinander ins Gespräch zu kommen”, sagt Plass.

Hat man eine gemeinsame Lösung gefunden, sollte man sich auch Gedanken über mögliche Konsequenzen machen. So sollte man mit dem Kind besprechen, was es zu erwarten hat, wenn es die Vereinbarung nicht einhält. „Man kann beispielsweise verabreden, dass die Eltern ihr Kind persönlich in der Disco abholen, falls es nicht pünktlich zu Hause ist”, sagt Plass.

Hielten sich die Jugendlichen an die Absprachen, könne das Vertrauen zwischen Eltern und Kindern nachhaltig gestärkt werden. Die Ausgeh-Regelung sollte dann aber auch kein kategorisches Verbot darstellen. „Es ist wichtig, dass auch mal Ausnahmen möglich sind”, sagt der Psychologe.
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