Lehmen - Eltern achten beim Baden nicht genug auf Kinder

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Eltern achten beim Baden nicht genug auf Kinder

Von: Andrea Löbbecke, dpa
Letzte Aktualisierung:

Lehmen. Beim Badeausflug an freien Gewässern achten viele Eltern nach den Erfahrungen von Rettungsschwimmern nur ungenügend auf ihre Kinder.

„Manche legen den Kleinen Schwimmflügelchen an und denken, das genügt”, sagt der Sprecher der Deutschen Lebens- Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Rheinland-Pfalz, Andreas Lerg. Vor allem an Gewässern mit starker Strömung wie dem Rhein reiche dieser Schutz bei weitem nicht aus.

„Hart gesagt ist es so: Mit Schwimmflügelchen gehen Kinder lediglich ein paar Kilometer später unter als ohne”, warnte Lerg. In rheinland-pfälzischen Gewässern und Schwimmbädern sind im vergangenen Jahr mindestens 22 Menschen ertrunken, wie die DLRG am Donnerstag in Hannover mitteilte. Kleine Kinder waren diesmal nicht dabei.

Lerg rät Eltern dringend dazu, sich beim Baden und Schwimmen niemals mehr als zwei, drei Schritte von den Kindern zu entfernen, um im Notfall schnell eingreifen zu können. Ausreichenden Schutz vorm Ertrinken böten nur spezielle Rettungswesten, die den Kopf auch dann über Wasser halten, wenn der Mensch bewusstlos ist. „Aber wer will seine Kinder schon im Sommer mit so einer Weste herumlaufen lassen?”

Insgesamt dächten viele Menschen beim Thema Wasser und Baden nur an den Spaß - nicht an die Gefahren, berichtete Lerg. Bei Unfällen seien oft Unwissenheit, Unvernunft oder gar Alkohol im Spiel. Zwar leisteten Ehrenamtliche der DLRG an vielen Badestellen im Land Wachdienste, „aber wir können ja nicht jeden Flecken Kies überwachen”.

Lerg warnte davor, weitere Schwimmbäder im Land zu schließen. „Studien haben gezeigt, dass dort, wo ein Bad schließt, die Ertrinkungszahlen ansteigen.” Die Nachfrage nach Schwimmkursen sei ungebrochen hoch. In vielen DLRG-Gruppen seien die Angebote bis ins nächste Frühjahr hinein ausgebucht. Sinke die Zahl der Bäder, werde es immer schwieriger, genügend Trainingszeiten für Kurse zu buchen.
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