Doppelnamen abkürzen ist tabu

Von: ddp
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Berlin. Schröder-Köpf, Müller-Westernhagen, Leutheusser-Schnarrenberger - nicht nur bei Prominenten sind Doppelnamen weit verbreitet.

Besonders bei extravaganten Kombinationen fürchten Gesprächspartner jedoch oft peinliche Verhedderer. Deshalb auf „Frau Schröder”, „Herr Müller” und „Frau Leutheusser” auszuweichen, ist allerdings tabu. „Namen anderer Leute darf man nicht abkürzen - egal, aus wie vielen Buchstaben oder Bestandteilen die Titel bestehen”, sagt Jan Schaumann, Stiltrainer aus Berlin.

Der Name gehöre fest zu einer Person, und niemand dürfe sich erlauben, eigenmächtig daran herumzubasteln. Um auch längere Konstruktionen im Kopf zu behalten, sei es hilfreich, einen neuen Namen zu Beginn der Unterhaltung ein- bis zweimal auszusprechen. So präge er sich besser ein.

Auch bei Paaren, bei denen einer einen Doppelnamen trägt, sollte man auf die korrekte Anrede achten: „Man schreibt beispielsweise in den Briefkopf nicht Karin und Karl Klein-Kariert, sondern Karin Klein-Kariert und Karl Klein”, erläutert Schaumann.
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