Deutsche Eltern bevorzugen preiswerte und praktische Kindersachen

Von: dapd
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Florenz/Berlin. Eltern geben laut Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) pro Kind unter 14 Jahren durchschnittlich 280 Euro im Jahr für Bekleidung aus.

Der Handel mit Kinder- und Babykleidung verzeichnet insgesamt jährlich einen Umsatz von knapp 2,9 Milliarden Euro, wie BTE-Geschäftsführer Jürgen Dax auf Anfrage sagte. Der gesamte Modemarkt macht demnach ein Volumen von rund 59 Milliarden Euro aus. In den vergangenen drei Jahren stagnierte er. Der Handel mit Kindermode leide besonders unter dem Geburtenrückgang in den vergangenen Jahrzehnten, sagte Dax.

Der Markt für Kindermode in Deutschland ist hart umkämpft, wie Andrea Hackenberg von der Fachzeitschrift „Textilwirtschaft” sagte. Es gebe immer weniger Kinderfachgeschäfte, die neben den großen Filialisten, etwa C&A, H&M oder Zara, bestehen könnten. „Anders als in Italien oder Frankreich achten deutsche Eltern beim Kauf von Kinderkleidung weniger auf Mode und Design, sondern mehr auf Preis und ob sie praktisch sei”, sagte Hackenberg.

Dies belegt auch eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der „Textilwirtschaft” von November 2010: Mehr als die Hälfte der Befragten befürworteten Schnäppchen auf Kinderflohmärkten, während mehr als 70 Prozent der Ansicht waren, dass teure Markenkleidung sich für Kinder nicht lohne.

Im Baby- und Kleinkindbereich wird dem BTE zufolge sehr häufig nach ökologischer Unbedenklichkeit gefragt. Dies habe dazu geführt, „dass hier auch überproportional viel Ware, auch im Preiswert-Segment, entsprechend gelabelt ist”, fügte Dax hinzu.

Laut BTE-Geschäftführer Dax ist die „Kind + Jugend” in Köln die einzige nationale deutsche Messe für den Handel mit Kinderbekleidung. Die Sprecherin der „Kind + Jugend”, Stephanie Kickum, sagte der Nachrichtenagentur dapd: „Unsere Messe ist natürlich nicht vergleichbar mit der Pitti Bimbo in Florenz.” Dennoch sei die „Kind + Jugend” mit internationalen Fachbesuchern sehr gut aufgestellt. Das verdanke sie Aushängeschildern wie Agatha Ruiz de la Prada, die im vergangenen Jahr auf der Kindermodenschau vertreten war.
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