Köln - Bewegung hilft Kindern beim Sprechenlernen

Bewegung hilft Kindern beim Sprechenlernen

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Köln. Kinder lernen vieles spielend - ganz buchstäblich. Das gilt sogar fürs Sprechen: Fingerspiele, Klatschverse und Quatschlieder können dabei helfen - Vorlesen auch, Fernsehgucken nicht.<br />

Kinder, die ständig in Bewegung sind, erweitern ihren Wortschatz automatisch und lernen leichter sprechen. Mit dem Kind oft auf den Spielplatz, in den Park oder in den Wald zu gehen, sei daher ideal für seine Sprachentwicklung, teilt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln mit. Spielerisch lernten Kinder am besten: Fingerspiele, Klatschverse, Lieder wie „Backe, backe Kuchen” oder einfache spielerische Aktionen wie geben und nehmen oder verstecken und finden wecken Aufmerksamkeit und Freude am Sprechen.

Bilderbücher gemeinsam durchzublättern und dabei zu erzählen, genauso wie das alltägliche Ritual des Vorlesens seien ebenfalls hilfreich. Kinder sollten außerdem im Haushalt möglichst viel selbst machen, raten die Experten. Auch dabei sollten Eltern mit ihrem Kind viel sprechen - am besten melodiös und deutlich.

Auch Kinder, die selbst noch zu klein zum Sprechen sind, hätten Vorteile in ihrer Sprachentwicklung, wenn Eltern früh mit ihnen sprechen und singen. Die Kleinen einfach vor dem Fernseher abzusetzen, könnte dagegen die Sprachentwicklung sogar ernsthaft stören.

Sprechen Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren noch kaum oder gar nicht, sollte sich ein Arzt die Ohren des Kindes anschauen. Äußern sich Dreijährige immer nur mit einem oder zwei Wörtern, sei eine Sprachtherapie beim Logopäden sinnvoll.

Die Homepage wurde aktualisiert