Bei Kindern auf Heparinsalbe gegen blaue Flecken verzichten

Von: ddp
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Stuttgart. Eine Rangelei beim Spielen oder ein unsanfter Stoß an der Bettkante, und schon ist es passiert: Am Arm oder Bein des Kindes wird ein blauer Fleck sichtbar.

Viele Eltern greifen jetzt automatisch zum Heparin-Gel, das verspricht, den Bluterguss in Nullkommanichts verschwinden zu lassen. Aber Vorsicht, mahnt der Stuttgarter Hausarzt Suso Lederle: „Die Salbe besitzt entgegen vollmundiger Versprechen keine Tiefenwirkung, und bei Kindern können die Cremes sogar mehr schaden als nützen - sie verursachen auf der empfindlichen Kinderhaut gerne Hautreizungen oder sogar allergische Reaktionen.” Auch homöopathische Salben sind laut Lederle keine wirksamen Alternativen.

Besser sei es, als Sofortmaßnahme die betroffene Stelle hochzulagern und zu kühlen, sagt der Experte. Das könne mit einem kalten, feuchten Waschlappen geschehen oder, besser noch, mit einer in ein Tuch eingeschlagenen Kühlkompresse.

Blutergüsse oder auch Hämatome entstehen meist aufgrund eines mechanischen Stoßes, wenn die Haut zwar unverletzt bleibt, die darunterliegenden Gewebeschichten aber geschädigt werden. Blutgefäße zerreißen, und Blut tritt in das umliegende Gewebe aus. Zunächst rötlich blau, verfärbt sich der Bluterguss von grünlich gelb bis hin zu braun, um dann allmählich zu verblassen.

„Die meisten kleinen blauen Flecken verschwinden nach 14 Tagen von alleine wieder”, weiß Lederle. Dann ist der ursprünglich rote Blutfarbstoff vollständig vom Körper abgebaut. „Ist der Bluterguss allerdings sehr groß, schmerzhaft und heiß, sollte unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden”, empfiehlt der Allgemeinmediziner. „In seltenen Fällen kann hier eine Operation nötig sein, um das Hämatom zu beseitigen.”
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