Bei Hänseleien eingreifen

Von: dpa
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<b>Fürth. </B>Beobachten Erwachsene Hänseleien unter Kindern, sollten sie auf jeden Fall eingreifen.

Das gelte unabhängig davon, ob sie die Kinder kennen oder nicht, erklärt Hermann Scheuerer-Englisch von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) in Fürth. Durch ihr Eingreifen machten sie deutlich, dass unfaires und unsoziales Verhalten von den Großen nicht geduldet wird.

Beziehen die Erwachsenen Position, sollten sie nicht das angegriffene Kind in den Mittelpunkt stellen, sondern das Fehlverhalten oder den fairen Umgang, rät Scheuerer-Englisch. Eine Möglichkeit sei, zu den Angreifern zu sagen: „Das finde ich nicht fair, was ihr da macht” oder „Mehrere gegen einen Einzelnen ist aber nicht schön.” Erwachsene könnten darüber hinaus eine Lösung der Situation vorschlagen, etwa: „Ich finde, Kinder sollten zusammenhalten.”

Ausgrenzungsprozesse bis hin zu gezieltem Mobbing nehmen dem Erziehungsexperten zufolge zu und belasten die betroffenen Kinder erheblich. Ein Teil der Kinder entwickele soziale Angst, ziehe sich zurück und meide Gleichaltrige. „Aus Scham schweigen die Kinder oft zu lange und vertrauen sich den Eltern oder anderen Erwachsenen nicht an”, erklärt der Diplom-Psychologe.

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