Essen - Begriffe raten und Kraken retten: Neue Spiele für die Familie

Begriffe raten und Kraken retten: Neue Spiele für die Familie

Von: Julia Kirchner, dpa
Letzte Aktualisierung:
Neue Spiele für die Familie
Sobald das Pendel bei „Kraken-Alarm” schwingt, droht das Boot zu kippen. Foto: Kosmos/dpa

Essen. Ein Bild ruft oft mehr als nur eine Assoziation wach. Umso schwieriger fällt es, das Gesehene mit einem Wort zu beschreiben. Doch genau darauf kommt es beim Spiel „Dixit” an. Dasselbe gilt für „Erzähl doch mal”.

Denn je ausschweifender eine Geschichte beschrieben wird, umso komplizierter wird es für Mitspieler, sie nachzuerzählen. Wer weniger mit Worten, sondern mit Körpereinsatz arbeiten will, ist bei „Time no time” richtig. Dort bestimmen Karten, welche Verrenkungen gemacht werden müssen. Das sind nur drei von Hunderten neuer Titel, die in den Spieleläden warten.

Welche Karte passt zum Begriff „Freiheit”? Die Frau im langen Mantel, die durch eine Winterlandschaft spaziert? Oder der Maler, der auf seine Leinwand eine Unterwasserlandschaft mit Goldfischen pinselt? Beim dem Spiel „Dixit” zählt vor allem die Fähigkeit, Bilder in Worte zu fassen und sie so fantasievoll wie möglich zu beschreiben.

Die Mitspieler wählen dann aus ihren eigenen Karten diejenigen aus, die ihrer Meinung nach am besten zu dem genannten Begriff passen. Die Kunst liegt darin, die richtige Mischung zwischen abstrakten und naheliegenden Beschreibungen zu finden. Denn wer zu kompliziert oder zu einfach umschreibt, erhält keine Punkte. „Dixit” von Asmodee ist als „Spiel des Jahres 2010” ausgezeichnet worden. Es richtet sich an Spieler ab 8 Jahren und kostet 27 Euro.

Etwas hektischer und lauter wird es beim Spiel „Time no time”. Während die Zeit läuft, müssen die Spieler die auf Karten abgebildeten Aktionen ausführen: Bei „Body Talk” soll die rechte Hand auf dem Kopf Kreise beschreiben, während mit der linken Hand auf den Bauch geklopft wird. Bei „Finger Food” müssen die Karten schnell zwischen die Finger einer Hand gesteckt werden, eine weitere Karte fordert zum Buchstabieren des eigenen Namens auf - allerdings rückwärts.

Bis der Schluss-Alarm ertönt (ein Geräusch von brechendem Glas) müssen alle Spieler möglichst viele Aufgaben abgearbeitet haben. Wer die wenigsten geschafft hat, kassiert einen „Strafblitz”, bei drei davon ist die Partie zu Ende. „Time no time” vom Goliath-Spieleverlag ist für Kinder ab acht Jahre und kostet 25 Euro.

Unruhig kann es auch beim Spiel „Kraken-Alarm” schnell werden, das den Deutschen Kinderspielpreis 2010 gewonnen hat. Die Spieler sind Kapitän eines Bootes und müssen so viele Meerestiere wie möglich sammeln. Doch wenn die Krake Kuno in Gefahr gerät, herrscht „Kraken-Alarm”. Dabei wird ein großes Pendel angestoßen, das das Boot zum Kentern bringen kann. Der Kosmos-Verlag empfiehlt „Kraken-Alarm” für Kinder ab fünf Jahren. Es kostet 25 Euro.

Ein gutes Gedächtnis brauchen Spieler bei „Erzähl doch mal”. Dabei sollen die Spieler anhand von Karten mit abgebildeten Pflanzen, Tieren und Gegenständen eine Geschichte erzählen. Jeder muss die Geschichte des anderen weiterspinnen und darf dabei kein Detail vergessen - sonst müssen Karten abgegeben werden. Wer am Schluss die meisten Karten gesammelt hat, gewinnt. Das Spiel von Logis ist für Kinder ab sieben Jahren und kostet 19 Euro.

So viele Wörter unter einem transparenten Gitter wie möglich zu finden, ist die Aufgabe bei „Gitterrätsel”. Dabei wird immer ein bestimmter Begriff vorgegeben. Unter dem Gitter liegt eine Schablone voller Buchstaben. Dabei ist es schwierig, auf der Schablone überhaupt ein einzelnes Wort zu erkennen.

Wer als Erster fündig geworden ist, drückt auf das hupende Lesezeichen und darf das Wort mit seinen Steinen markieren. Wer in dem Buchstaben-Labyrinth den besten Überblick behält und Wörter findet, bekommt die meisten Punkte. „Gitterrätsel” von Goliath können Kinder ab sieben Jahren spielen. Es kostet 20 Euro.

Ab durch die Savanne geht es bei „Strauß voraus”. Bei dem Wettlauf müssen Spieler versuchen, ihren Strauß so zügig wie möglich über das Brett zu bringen. Dabei kreuzen allerdings öfter Löwen, Stachelschweine oder Krokodile den Weg, so dass die Spur gewechselt werden muss - und das kostet Zeit. Gewinner ist derjenige, der seinen Strauß am weitesten hinter die Ziellinie rettet. „Strauß voraus” von Kosmos ist für Kinder ab acht Jahren geeignet und kostet 23 Euro.

Mit Schnelligkeit kommt man bei „Klickado” dagegen auf keinen grünen Zweig. Bei dem Spiel, das an Mikado erinnert, sind ein ruhiges Händchen und ein genauer Blick erforderlich. An eine Metallstange in der Mitte des Spielbretts wird ein magnetischer Igel befestigt, an den die Spieler reihum ihre Stäbchen anlegen müssen.

Wer sich ungeschickt anstellt, richtet schnell einen Stäbchen-Regen an. Die heruntergefallenen Teile müssen als Strafe zu den eigenen genommen werden. Wer als erster alle seine Stäbchen in dem Wirrwarr unterbringt, hat gewonnen. „Klickado” von Drei Magier Spiele können Kinder ab fünf Jahren spielen. Es kostet 28 Euro.
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