Babys Breilöffel gehört nicht in Elternmund

Von: dapd
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Vorsicht beim Füttern: Wer von Babys Breilöffel probiert, riskiert die Übertragung von Karieserregern. Foto: ddp

Erftstadt. Bevor das Baby seinen Brei bekommt, probiert Mama oder Papa noch einmal rasch, ob er auch nicht zu heiß ist. Szenen wie diese kann man immer wieder beobachten, doch für Zahnärzte sind sie ein Graus, denn meist wird dabei der Löffel verwendet, mit dem anschließend auch das Kind gefüttert wird.

„Dabei können Karieserreger auf das Baby übertragen werden, auch viele Zahnfleischerkrankungen werden durch Bakterien verursacht und sind ansteckend”, betont Mathias Eubisch vom Deutschen Zahnärzte Verband.

Vorsicht sei daher nicht nur beim Füttern angebracht, sondern auch beim Küssen der Kleinen sowie beim Umgang mit dem Schnuller: „Ist der einmal runtergefallen sollte ihn sich die Mutter bloß nicht selbst in den Mund stecken, um ihn zu säubern”, sagt der Zahnarzt aus Erftstadt bei Köln. Denn einmal eingeschleppt, heften sich die Karieserreger namens Strepptokokkus mutans an die ersten durchgebrochenen Zähnchen und können so schon im Kleinkindalter für Ärger und schmerzhafte Löcher in den Zähnen sorgen.

In der Schwangerschaft zum Zahnarzt

„Im Idealfall besprechen sich Frauen mit Kinderwunsch bereits vor einer Schwangerschaft mit ihrem Zahnarzt und nehmen dann während der neun Monate die Vorsorgetermine wahr”, sagt Eubisch. Denn zahlreiche Studien hätten etwa ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten gezeigt, wenn die Frau während der Schwangerschaft an einer Parodontitis - einer Entzündung des Zahnbetts - erkrankt. „Die Mütter sind aber mittlerweile ziemlich gut über derartige Risiken aufgeklärt und achten dadurch auch bei ihren Kindern deutlich besser auf die Zahnvorsorge, als das noch in den 90er Jahren der Fall war”, lobt der Zahnarzt.

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