Arbeitsunterbrechungen als Teil des Jobs akzeptieren

Von: dapd
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Büro / Stress / überfordert
Keine Ruhe auf der Arbeit: Unterbrechungen sind oft nicht einfach nur Störungen, sondern Teil des Job. Foto: dpa

Essen. Man arbeitet gerade an einem Projekt, das man möglichst schnell fertig bekommen möchte. Doch dann steht der Kollege in der Tür und bittet um Hilfe. Als man wieder am Schreibtisch sitzt, ruft ein Kunde an. Und als man dann endlich weiterarbeiten will, bittet der Chef in sein Büro.

Indessen sind zehn E-Mails angekommen, die beantwortet werden wollen. Wie schafft man es, trotz all dieser Unterbrechungen seine Aufgaben zu erledigen?

Diese Frage begegne ihm in seiner Arbeit immer wieder, sagt der Essener Motivationscoach und Psychologe Marc Stollreiter. „Das Hauptproblem ist: Die Menschen wollen etwas stur durchziehen und auf keinen Fall gestört werden.” Dabei übersähen sie, dass Unterbrechungen nicht unbedingt Störungen sind, sondern oft einfach Teil des Jobs. „Wenn jemand in der Kundenbetreuung arbeitet und Kundenanrufe als Störungen empfindet, dann stimmt etwas nicht. Stollreiters Tipps, um besser mit Unterbrechungen leben zu können: ”Das Wichtigste ist, den richtigen Job zu haben. Wenn ich den richtigen Job habe, empfinde ich Unterbrechungen nicht als Störung. Das Zweitwichtigste ist, in den Fluss zu kommen. Wie ein Fußballspieler, der mit dem Ball tanzt, auch wenn die Gegner ihn dabei stören, sollte man in seiner Arbeit mit den Dingen tanzen.„ Viel helfe dabei die Intuition - das Bauchgefühl, das einem sage, was in diesem Moment am wichtigsten ist und zuerst erledigt werden sollte.

Natürlich gebe es auch echte Störungen. Die hätten oft mit Überforderung zu tun: ”Man muss auch mal Nein sagen können„, sagt der Psychologe. Wenn der Unternehmer Abteilungen personell unterbesetze, um zu sparen, dann liege das Problem in der Verantwortung des Unternehmers und der Arbeitnehmer habe durchaus das Recht zu sagen: ”Das ist nicht mein Problem.„ Der Arbeitnehmer solle sich durchaus trauen, eine Grenze zu ziehen und, wenn er eine ruhige Stunde brauche, ruhig einmal den E-Mail-Alarm ausschalten und nicht ans Telefon gehen.
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