Gütersloh/Aachen - Aachen ist attraktiv für junge Eltern

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Aachen ist attraktiv für junge Eltern

Von: dpa
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Elternpaar
Ein Elternpaar spaziert mit einem Kinderwagen über eine vereiste Wiese. Foto: ddp

Gütersloh/Aachen. Gegen den Bundestrend: Die Zahl der jungen Leute, die Kinder kriegen können, wird in Nordrhein-Westfalen mittelfristig stabil bleiben. Das besagt eine Studie, die die Bertelsmann Stiftung am Dienstag in Gütersloh veröffentlichte.

Damit steht das bevölkerungsreichste Bundesland besser da als viele andere Regionen Deutschlands. Grund sei, dass NRW mit seinen vielen Städten und Bildungsmöglichkeiten attraktiv für junge Menschen sei, sagte Carsten Große Starmann von der Stiftung. So habe das Ruhrgebiet die höchste Hochschuldichte Europas. Aber auch für Aachen sieht die Prognose durchweg positiv aus: Hier soll der Anteil von jungen Eltern bis 2025 bei bis zu 18,5 Prozent liegen.

Die Städteregion Aachen und die Kreise Düren und Heinsberg werden laut Prognose 14,5 bis 15 Prozent erreichen. Bundesweit werde die Zahl der Menschen zwischen 22 und 35 Jahren um 1,15 Millionen zurückgehen.

Prozentual entspricht das - im Vergleich zwischen dem Jahr 2006 und dem Jahr 2025 - einem Rückgang von 16,8 Prozent auf 15,7 Prozent Anteil an der Gesamtbevölkerung. Der Negativtrend werde vor allem den ländlichen Raum treffen, hieß es.

In Nordrhein-Westfalen sinkt der Anteil nach den Berechnungen nur von 16,4 Prozent auf 16,3 Prozent. Jedoch gibt es der Stiftung zufolge regional ein erhebliches Stadt-Land-Gefälle. So hatte die Stadt Köln im Jahr 2006 mit 21,5 Prozent einen sehr hohen Anteil der 22- bis 35-Jährigen an der Gesamtbevölkerung. Dieser wird der Studie zufolge auch im Jahr 2025 noch bei 20,9 Prozent liegen.

Im ländlichen Kreis Höxter betrug der Anteil dieser sogenannten Elterngeneration im Jahr 2006 dagegen nur 15,2 Prozent. Bis 2025 wird diese Quote noch einmal auf 14,6 Prozent fallen, wenn sich die Berechnungen aus Gütersloh bewahrheiten.

„In vielen Gemeinden im ländlichen Raum gibt es durch die Bildungswanderung einen starken Rückgang in der Altersgruppe zwischen 18 und 25 Jahren. Dadurch wird auch die Elterngeneration in diesen Gegenden weiter abnehmen”, sagte Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Um die jungen Menschen zu halten, sei es wichtig, ihr Lebensumfeld attraktiver zu machen. So müssten die betroffenen Regionen das Angebot an Arbeit, Bildung und Verkehrsverbindungen verbessern. Bevölkerungsrückgang und Alterung könnten dort sonst noch schneller voranschreiten, warnte Mohn.

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