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Professoren halten Plädoyer für Verbrennungsmotoren

Von: red
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Gehört zu den Unterzeichnern der Erklärung: Der RWTH-Professor Stefan Pischinger. Foto: Steindl/Herrmann
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Gehört zu den Unterzeichnern der Erklärung: Der RWTH-Professor Lutz Eckstein. Foto: Steindl/Herrmann

Aachen. Mit einem Plädoyer für den Verbrennungsmotor hat sich die Wissenschaftliche Gesellschaft für Kraftfahrzeug- und Motorentechnik (WKM) in die Diskussion eingeschaltet, die rund um den Diesel-Skandal, Fahrverbote und die Zukunft von Antriebsarten entstanden ist.

In der WKM sind Professoren deutscher, österreichischer und schweizerischer Universitäten zusammengeschlossen, die als Leiter von Instituten oder Lehrstühlen auf dem Gebiet der Kraftfahrzeug- und Motorentechnik tätig sind oder waren. Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören die RWTH-Professoren Lutz Eckstein, Direktor des Instituts für Kraftfahrzeuge, und Stefan Pischinger, Leiter des Lehrstuhls für Verbrennungskraftmaschinen.

Die Professoren haben Kernaussagen „auf Basis des wissenschaftlichen Kenntnisstandes“ formuliert. Sie verurteilen jegliche Art von Manipulation. Den Verbrennungsmotor bezeichnen sie als „Motor der Mobilität, des Güterverkehrs und der mobilen Arbeitsmaschinen“. Diese Rolle könne durch elektrische Antriebe ergänzt, jedoch nicht ersetzt werden.

Die Weiterentwicklung von Antriebssystemen sei Voraussetzung auch für eine erfolgreiche Klimapolitik. Verbote würden das Gegenteil bewirken. Die Wissenschaftler sehen auf Basis intensiver Forschungen die Möglichkeit von „vollständig umweltneutralen verbrennungsmotorischen Antrieben“.

Das Thema Emissionen und Immissionen werde kein Argument gegen Diesel- oder Benzinmotoren sein. Denn der Stand der Technologie stelle schon jetzt sicher, dass Immissionsgrenzwerte „ausnahmslos eingehalten werden können“. Die Professoren heben die intensive Forschung hervor, mit der versucht werde, den Ausstoß von Stickstoffoxiden in den Griff zu bekommen. Als Ergebnis könne das Problem als „technisch gelöst betrachtet werden“.

Für die Professoren liegt der besondere Vorteil des Verbrennungsmotors in einer effizienten und flexiblen Nutzung von Kraftstoffen mit hoher Energiedichte und in „exzellenten Lagerungs- und Verteilungsmöglichkeiten“. Deshalb ermögliche er niedrigere Emissionen von Kohlendioxid als alternative Technologien. Der Motor habe auch das Potenzial, nicht-fossile und damit Kohlendioxid-neutrale Kraftstoffe flexibel nutzen zu können. Dies sei ein „Garant für eine langfristige, nachhaltige Zukunftstechnologie“.

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