Würselen - Wyeth schließt in Würselen: 40 Jobs weg

Wyeth schließt in Würselen: 40 Jobs weg

Von: zva
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Würselen. Bittere Pille für die Mitarbeiter: Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer (Viagra) macht nach der Übernahme des Konkurrenten Wyeth dessen deutsche Standorte dicht. Das teilte Pfizer am Donnerstag mit. Betroffen seien knapp 450 Beschäftigte in Würselen und Münster.

„Das ist für Nordrhein-Westfalen eine schwerwiegende Entscheidung”, räumte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Pfizer Deutschland, Andreas Penk, ein.

Mitarbeitern würden aber Arbeitsplätze in Karlsruhe und Berlin angeboten: „Es wird an mehreren Faktoren liegen, wie viele Mitarbeiter mit nach Berlin kommen. Im Moment ist alles noch sehr offen.” In Münster sind 400 Menschen betroffen, in Würselen 40.

Die beiden deutschen Standorte sollen spätestens Ende nächsten Jahres schließen. Der Pharmakonzern Wyeth mit Hauptsitz in den USA beschäftigt in Deutschland etwa 800 Mitarbeiter.

Arbeitsplätze im Außendienst seien von der Umstrukturierung nicht betroffen. Künftig werden die verschiedenen deutschen Geschäftsbereiche der beiden Arzneimittelhersteller in Berlin unter dem Namen Pfizer gebündelt.

Erfolgreiche Pfizer-Produkte sind etwa die Potenzpille Viagra und der Blutfettsenker Lipitor - das meistverkaufte Medikament der Welt. Wyeth vermarktet unter anderem das Anti-Depressivum Effexor sowie das Rheuma-Mittel Enbrel.

Den Wyeth-Standort Münster gab es seit 1963. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) nannte die geplante Schließung bitter. „Ich erwarte, dass allen Beschäftigten akzeptable Angebote zur Weiterbeschäftigung an Pfizer-Standorten in Deutschland gemacht werden”, sagte er.

„Durch die Übernahme ist Pfizer deutlich wettbewerbsfähiger als jetzt schon”, sagte Penk. Er ist seit der Fusion auch Geschäftsführer von Wyeth Deutschland. 68 Milliarden Dollar (52 Milliarden Euro) habe der Firmenkauf gekostet. Pfizer erhält dadurch eine größere Produktpalette und soll damit unabhängiger vom Erfolg einzelner Arzneimittel sein.

Der Weltmarktführer mit Hauptsitz in New York hatte den Konkurrenten am vergangenen Freitag offiziell übernommen. Zuvor hatten die Kartellbehörden in den USA und Kanada endgültig zugestimmt. Der Milliardendeal war im Januar verkündet worden.
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