Würselen - Weitere Einschnitte bei Saint Gobain

Weitere Einschnitte bei Saint Gobain

Von: Berthold Strauch
Letzte Aktualisierung:

Würselen. Bis die Automobil-Industrie wieder in den gewohnten Bahnen fahren kann, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern. Und darunter leiden denn auch die Zulieferer massiv.

Dies wird weitere Konsequenzen für die Beschäftigten haben, wie aktuell am Beispiel der Produktionsstätte Würselen des französischen Konzerns Saint Gobain Sekurit Deutschland abzulesen ist.

Werksleiter Stephan Kranz bestätigte am Dienstag bevorstehende „personelle Anpassungen” in der Niederlassung im Gewerbepark Aachener Kreuz. Weitere „Mengenrückgänge” aufgrund von „strategischen Veränderungen” seien in diesem Jahr zu erwarten. Darauf müsse das Unternehmen, das im Augenblick zwar noch „ganz gut ausgelastet” sei, unbedingt reagieren, erläuterte der Ingenieur, der auch für das Werk in Stolberg Verantwortung trägt.

In der Konsequenz müsse mit der Entlassung von bis zu 15 Mitarbeitern gerechnet werden, machte Kranz deutlich. „Hauptmengenträger” der Produktion seien derzeit noch der VW Golf, der Audi A4 und die Mercedes-E-Klasse, neben dem Ersatzteilgeschäft. Doch gerade darin seien Rückgänge zu verkraften, weil die bisherigen Baureihen ausliefen. Bei Audi sei mit „Verschiebungen” innerhalb des Glaskonzerns zu rechnen.

Nach Informationen des Betriebsratsvorsitzenden Detlef Dreßen soll konzernintern der Standort im polnischen Kattowitz zusätzliche Produktionsanteile übernehmen. Dies bestätigte Kranz auf Nachfrage.

Die Reduzierung des Produktionsvolumens und damit der Belegschaft in Würselen bedeutet auch die vorläufige Abkehr vom „Vollkonti”-Betrieb rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche. Ab April sollen die Maschinen mindestens einen Tag in der Woche stillstehen. Im Laufe der letzten Jahre ist die Zahl der Mitarbeiter bereits von bis zu 400 Kollegen auf rund 200 zusammengeschmolzen.
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