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Viele Pläne und ein Projekt für die Energieregion

Von: ssc/chm
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Alsdorf/Aachen. Das Ziel darf man ehrgeizig nennen: Eine gemeinsame, grenzübergreifende Klimaschutzstrategie soll her. Eine zukunftsweisende Energielandschaft, die möglichst auch zu einem Jobmotor in der Euregio Maas-Rhein werden soll.

Einfach wird das nicht. Das wurde beim ersten Wirtschaftsforum für Energie und Klimaschutz im Alsdorfer Energeticon deutlich.

Gut 160 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden waren zusammengekommen, um Möglichkeiten der Kooperation auszuloten. An Know-how in Sachen Nutzung regenerativer Energiequellen mangelt es in der Region nicht, wie Hans Peter Lindlar, Präsident der Kölner Bezirksregierung, eingangs unterstrich.

„Diese Region steckt voller Energie. Hier findet vielerorts hervorragende Forschung statt, hier gibt es eine jahrhundertelange Tradition der Energiegewinnung.” Imposante Landmarken regenerativer Energienutzung sind ebenfalls vorhanden - etwa der Windpark Vetschau oder der Solar-Campus in Jülich.

Doch um flächendeckend Energie aus Biomasse, Wind oder Sonne produzieren und vor allem anbieten zu können, müsse zunächst die Wirtschaftlichkeit stimmen. „Wir müssen es hinbekommen, dass man damit Geld verdienen kann”, sagte Professor Bernhard Hoff-schmidt, Vorstand des Solar-Instituts Jülich.

Solcher Anreize bedürfe es auch, um Altbauten energetisch zu sanieren, das Elektromobil zu bewerben oder die Städteplanung zu verändern. Letzteres forderte Professor Christoph Schneider vom Geographischen Institut der RWTH Aachen. „Eine älter werdende Gesellschaft im Klimawandel steht vor ganz neuen Herausforderungen. Künftig wird es vielleicht wichtiger sein, Häuser zu kühlen als sie zu heizen.” Eine Aufgabe für die Forschung, auch in der Region. Ein Interesse daran, so schien es beim Auftakt, besteht.

Für einen ersten konkreten Schritt, den Klimaschutz in der Region Aachen voranzubringen, ist der Startschuss nun gefallen: Vier Jahre wird das Smart-Watts-Projekt laufen, mit dem ein Konsortium aus Aachen sich im bundesweiten E-Energy-Technologiewettbewerb durchgesetzt hat. Im Dezember 2008 hat der Initiator, das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, dem Aachener Projekt die Fördersumme von zehn Millionen Euro bewilligt. Smart-Watts, übersetzt „die intelligente Kilowattstunde”, sieht das künftige Energiesystem als ein „Internet der Energie”.

„Es vernetzt Erzeuger und Verbraucher miteinander und macht es möglich, dass Preis und Herkunft durchgängig ablesbar sind”, erklärte Reinhard Goethe, Sprecher des Projekt-Konsortiums, zur Auftaktveranstaltung im SuperC der RWTH. Die Informationen aus diesem Netz könnten beispielsweise dazu dienen, dass sich die Wärmepumpe dann einschaltet oder das Elektroauto dann aufgeladen wird, wenn die Strompreise gerade günstig sind. Ab Ende 2010 wir der regionale Energieversorger Stawag die Ergebnisse des Projekts in einem Feldversuch mit 500 Haushalten in der Städteregion Aachen erproben.
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