Köln - Umsatz der Möbelindustrie um 10 Prozent eingebrochen

Umsatz der Möbelindustrie um 10 Prozent eingebrochen

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Möbelmesse IMM Cologne
Die Wirtschaftskrise hat die deutschen Möbelhersteller hart getroffen. Der Umsatz 2009 brach im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 Prozent auf etwa 18,3 Milliarden Euro ein. Impulse erhofft sich die Branche von der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne vom 19. bis 24.01.2010 in Köln. Foto: dpa

Köln. Die Wirtschaftskrise hat die deutschen Möbelhersteller hart getroffen. Der Umsatz 2009 brach im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 Prozent auf etwa 18,3 Milliarden Euro ein. „Damit haben wir unsere eigene Prognose von einer "schwarzen Null" katastrophal verfehlt”, sagte Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), am Mittwoch.

Er gehe aber davon aus, dass der Tiefpunkt nun überwunden sei und der Umsatz im laufenden Jahr nicht noch weiter einbreche. Impulse erhofft sich die Branche von der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne in der kommenden Woche in Köln.

Vor allem das Exportgeschäft sei 2009 stark rückläufig gewesen, sagte Klaas. Zugleich stieg der Anteil von Importmöbeln, vor allem aus Polen und China. Die deutschen Hersteller müssten die Krise nutzen, um mit Qualität und Design zu punkten: „Unsere Unternehmen haben in den vergangenen Jahren ihre Hausaufgaben gemacht und sind gut aufgestellt”, sagte Klaas. In den 1065 Betrieben der Branche arbeiten rund 103.200 Mitarbeiter (2008: 106.800 Beschäftigte).

Besser erging es im vergangenen Jahr dem Möbelhandel. Er erzielte einen nahezu stabilen Umsatz von 29,7 Milliarden Euro. Den stärksten Umsatzanteil hatten Küchenmöbel mit 28 Prozent, gefolgt von Polstermöbeln. Für 2010 hofft der Bundesverband des Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandels (BVDM) auf einen gleichbleibenden Umsatz.

Bei der Branchenleitmesse IMM Cologne vom 19. bis zum 24. Januar zeigen 1053 Aussteller aus 51 Ländern Neuheiten. Nach Angaben von VDM-Trendexpertin Ursula Geismann geht der Trend zu immer mehr Bequemlichkeit: „Es gibt Tische, die sich auf Knopfdruck verlängern, und Kücheninseln, die auf Knopfdruck die Höhe verändern.” Neu seien auch „Ess-Sessel”, in denen man zugleich gut am Tisch essen und anschließend noch gemütlich sitzenbleiben könne. An den ersten vier Tagen ist die Messe nur für Fachbesucher, am Wochenende für alle Besucher geöffnet.
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