Düren - Tedrive-Werk soll zum 1. Juli raus aus der Insolvenz

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Tedrive-Werk soll zum 1. Juli raus aus der Insolvenz

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Düren. Die Entscheidung über die Zukunft des seit Ende 2008 insolventen Dürener Automobilzuliefers Tedrive steht offenbar unmittelbar bevor. Wie Insolvenzverwalter Dr. Andreas Ringstmeier und Geschäftsführer Erik Leenders mitteilen, seien die Vorbereitungen für einen Übergang des Unternehmens in eine neue Gesellschaft zum 1. Juli weitgehend abgeschlossen.

Ob dann aber schon der einzig verbliebene Kaufinteressent, der US-Konzern Neapco, das Ruder übernimmt, ist weiter ungewiss. Sollten die Anfang kommender Woche anstehenden Gespräche der Amerikaner mit dem Betriebsrat und dem Insolvenzverwalter zu keinem Ergebnis kommen, haben Ringstmeier und Leenders aber einen Plan B in der Tasche.

Um aus der Insolvenz rauszukommen, die größtes Hindernis beim Abschluss neuer, dringend benötigter Produktionsaufträge ist, könnte das Dürener Werk auch in eine eigens für diesen Zweck zu gründende neue Gesellschaft überführt werden, die dann in einem späteren Schritt an einen globalen strategischen Partner verkauft wird.

„Echte Alternative”

Der Betriebsratsvorsitzende Peter Nießen spricht von einer „echten Alternative”, die die Chance eröffnen würde, aufs Neue auf die Suche nach einem strategischen Partner zu gehen. Während Ringstmeier und Leenders weiter den Verkauf an Neapco favorisieren, weil der US-Konzern eine globale Präsenz Dürener Produkte ermöglichen würde, ist Nießen weniger euphorisch.

Denn noch immer hat der US-Konzern kein klares Bekenntnis zum Standort Düren abgelegt. Standortsicherung und ein klares Nein zu Produktionsverlagerungen aber sind für den Betriebsrat weiter unabdingbare Voraussetzungen für eine Zustimmung zum Verkauf. „Die Gespräche kommende Woche sind entscheidend”, betont Nießen.

Wohin die Reise geht, will der Insolvenzverwalter in der zweiten Junihälfte bekannt geben. Bis dahin sollen beide Lösungswege parallel forciert werden. Auf jeden Fall soll der Betriebsübergang zum 1. Juli erfolgen. Dies sei von entscheidender Bedeutung, um bei der Vergabe wichtiger Aufträge im zweiten Halbjahr bei den Kunden berücksichtigt zu werden.

Zuletzt lief das Geschäft im Dürener Werk gut. 2010 liegt Tedrive nach dem Stellenabbau in 2009 deutlich über den avisierten Umsätzen. Und auch für Juni seien die Bücher voll, betont Nießen.
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