Aachen - Takeda Pharma in Aachen wächst weiter

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Takeda Pharma in Aachen wächst weiter

Von: Ulrich Kölsch
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Für ein Pharmageschäft ohne Grauzone: Takeda-Chef Konstantin von Alvensleben.

Aachen. Von den schwarz-gelben Bundesregierung erwartet die Takeda Pharma GmbH in Aachen mehr Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Krankenkassen.

Die gesamte Pharmabranche hoffe, dass die Entwicklung im Gesundheitswesen künftig wieder stärker „plan- und berechenbarer” werde als in der Vergangenheit, erklärte Konstantin von Alvensleben, der seit April neuer Takeda Pharma-Geschäftsführer ist, in einem Gespräch mit unserer Zeitung in Aachen.

Die deutsche Tochter des führenden japanischen Arzneimittelherstellers hat das abgelaufene Geschäftsjahr (31.3.2009) mit einem Wachstum von 3,7 Prozent abgeschlossen. Der Umsatz stieg auf 264 Millionen Euro. Takeda beschäftigt in Deutschland unverändert 560 Mitarbeiter, davon 130 in Aachen. Im laufenden Jahr peilt das Unternehmen ein Plus von sechs Prozent an. An der Geschäftspolitik seines Hauses, ausschließlich ethische Produkte anzubieten, werde sich auch in Zukunft nichts ändern, versichert von Alvensleben: „Gegen Generika setzen wir Innovationen.”

Das gelte vor allem für den Bereich der Onkologie, wo Takeda in den nächsten Jahren mit neuen Medikamenten auf den internationalen Pharmamarkt drängen will. In Deutschland stehen im Augenblick noch Produkte aus den Bereichen Kardiologie, Urologie und Diabetologie im Vordergrund, bei denen aber teilweise der Patentschutz abläuft.

Durch die Übernahme des US-Biotechnologiekonzerns Millennium sollen von dort neue Impulse für die Takeda-Forschungspipeline ausgehen - vor allem für den rasch wachsenden Markt der Krebs-Medikamten.

Der japanische Konzern (19.000 Mitarbeiter und 12 Milliarden Euro Jahresumsatz) schraubte im vergangenen Jahr deshalb die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 64 Prozent auf über drei Milliarden Euro hoch. Gut ein Drittel dieser Ausgaben floss in Forschungsprojekte bei Millennium. Von einer weltweit geänderten Geschäftspolitik könnte auch der Aachener Standort profitieren. Takeda räumt den Tochtergesellschaften größere Freiheiten bei Kooperationen mit anderen Anbietern etwa für Zweit-Lizenzen und der gemeinsamen Vermarktung eines Produkten ein. „Seit Mai 2009 haben wir dafür freie Hand”, stellt er fest.

Angesprochen auf Pharmafirmen, die mit besonderen Gratifikationen das Rezeptverhalten der Ärzte beeinflussen wollen, äußert sich von Alvensleben, der Mitglied im Vorstand der Freiwilligen Selbstkontrolle der Arzneimittelindustrie (FSA) ist, unmissverständlich: „Das gibt es bei uns nicht. Wir halten uns streng an den Kodex.”
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