Sparkasse Aachen behauptet sich in der Spitzengruppe

Von: Berthold Strauch
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Aachen. Trotz eines Marktanteils von überdurchschnittlichen 60 Prozent in der Städteregion und eines 13. Platzes in der bundesdeutschen Rangfolge dieser Kreditinstitute geht die Sparkasse Aachen kraftvoll in die Offensive, um das Geschäft noch weiter auszubauen. Bisher werden bereits 360.000 Kunden betreut.

Bei der Vorlage des Ergebnisses des Geschäftsjahres 2010 sprach Vorstandsvorsitzender Hubert Herpers von sehr zufriedenstellenden Zahlen, auf denen man sich keinesfalls ausruhen wolle.

Die Bilanzsumme stieg im vergangenen Jahr um 0,3 Prozent oder 26 Millionen Euro auf knapp 9,3 Milliarden Euro. Die Spareinlagen kletterten um 225 Millionen Euro (8,1 Prozent) auf drei Milliarden Euro. Insgesamt werden gut sieben Milliarden Euro Kundeneinlagen betreut - eine Marke, die erstmals überschritten wurde. 4,8 Milliarden Euro oder 70 Prozent davon flossen von privater Seite, die um 117 Millionen Euro (plus 2,5 Prozent) stiegen. Der Bestand wuchs unterm Strich um 32 Millionen Euro, plus 0,5 Prozent.

Das Kreditgeschäft konnte weiter ausgebaut werden. Um 192 Millionen (plus 3,2 Prozent) auf 6,2 Milliarden Euro stiegen die Kundenkredite. Dafür mussten zunächst Tilgungen von 769 Millionen Euro aufgefangen werden.

Die Sparkasse Aachen sagte ihren Kunden im Jahre 2010 mehr als eine Milliarde Euro an mittel- und langfristigen Darlehen zu. Davon machten Finanzierungen von Unternehmen 420 Millionen Euro aus, 494 Millionen Euro gingen an private Kunden. In den Zusagen enthalten sind 587 Millionen Euro, ein Zuwachs von 10,4 Prozent, die für Baufinanzierungen zur Verfügung gestellt wurden.

Unternehmen krisenfest

„Die Rezession hat weniger Schleifspuren hinterlassen als angenommen”, wertete Herpers das Ergebnis im Kreditgeschäft. Die Unternehmen in der Region hätten sich „durchweg als krisenfest” erwiesen. Teils üppige Wachstumsraten verzeichneten auch die Baufinanzierungen sowie die vermittelten Lebensversicherungen, Bausparverträge und Immobilienvermittlungen der eigenen Tochtergesellschaft, die Herpers mit einem Anteil von etwa zwölf Prozent mit Abstand als Marktführer in der Region bezeichnete.

Herpers zeigte sich mit der Antragslage seines Hauses „besonders zufrieden”. Noch vor einem Jahr habe er mit einem niedrigeren Ergebnis wegen einer erwarteten anderen Zinsentwicklung gerechnet. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 5,6 Prozent auf 154 Millionen Euro. Damit, so der Vorstandschef, „können wir unsere Position in der Spitzengruppe der rheinischen wie auch der deutschen Großsparkassen wiederum bestätigen”. Vom Jahresüberschuss in Höhe von 42,3 Millionen Euro (2009: 35,1 Millionen Euro) werden zwölf Millionen Euro (plus 20 Prozent) an den Träger, die Städteregion und die Stadt Aachen, ausgeschüttet. Wegen Tariferhöhungen stiegen die Personalkosten um knapp zwei Millionen auf 96 Millionen Euro. Die Sparkasse beschäftigt mit 2096 Mitarbeitern zwölf weniger als im Vorjahr. Im September sollen 50 neue Auszubildende eingestellt werden.

Zum neuen Offensivkurs der Sparkasse gehört auch eine „Treueanlage” für langjährige Kunden. Zudem wurden zehn „Serviceversprechen” formuliert, deren Einhaltung den Kunden „garantiert” wird, etwa schnelle Entscheidungen bei Baufinanzierungen. Werden Versprechen nicht eingehalten, gibt es neben einer Entschuldigung bis zu zehn Euro dazu. Außerdem wird ein neuer Schwerpunkt auf Fachberatung zum Thema regenerative Energie gelegt.
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