Regionaler Markt für Gewerbeflächen bleibt auf Kurs

Von: Felicitas Gessner
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Aachen/Düren. Spitzenreiter bei verkauften Gewerbeflächen waren 2011 die Städteregion Aachen (ohne die Stadt Aachen) und der Kreis Düren.

„Mit insgesamt 100 Verkäufen von Gewerbegrundstücken setzte sich 2011 die Belebungstendenz auf dem regionalen Gewerbeflächenmarkt fort”, erläu-terte Helmut Greif, Geschäftsführer der regionalen Wirtschaftsförderungsagentur Agit, am Dienstag bei der Präsentation des jährlichen Gewerbeflächen-Monitoringberichts in Düren.

Der Trend setze sich fort, obwohl mit 49 Hektar 25 Prozent weniger Gewerbeflächen als im Vorjahr verkauft wurden. Er weise eindeutig in Richtung kleinerer Grundstückskäufe und die würden zu 93 Prozent von regional ansässigen Unternehmen getätigt. „Der Mittelstand ist Impulsgeber für eine solide Wirtschaftskraft in der Region”, sagte Greif. Von den sofort verfügbaren Gewerbeflächen in der Region in der Größe von 244 Hektar gebe es die größten Flächen in den Gewerbegebieten IPA in Euskirchen und Avantis in Aachen.

Den größten Verkauf gab es in Kreuzau, Kreis Düren, wo ein familiengeführtes Gartenbauunternehmen eine Fläche von 3,7 Hektar erwarb. „Die Eigentümer werden hier im September ein weiteres Gartencenter eröffnen, wobei 35 bis 40 neue Arbeitsplätze entstehen”, sagte Anette Reinholz, Leiterin der Dürener Wirtschaftsförderung. Sie konnte zudem von insgesamt sechs Ansiedlungen kleinerer Hightech-Unternehmen in Nachbarschaft zum Forschungszentrum Jülich berichten. „Die Pflege der ansässigen Firmen ist neben der Präsentation des Standortes nach außen eine unserer wichtigsten Aufgaben”, erklärte Hans-Martin Steins, Technischer Dezernent der Kreisverwaltung Düren.

Insgesamt zeigt der Monitoringbericht der Agit, dass das lokal an-sässige Handwerk mit einem Viertel aller Käufe der am stärksten vertretene Wirtschaftszweig ist. Die meiste Fläche wiederum erwarb der regionale Einzelhandel. Spitzenreiter ist dort der Verkauf von 2,5 Hektar in Stolberg, wo ein Einkaufszentrum entstehen soll. Investitionen aus dem Ausland sowie Verkäufe von Grundstücken über fünf Hektar blieben 2011 komplett aus. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Zuwachs verkaufter Flächen nur in der Städteregion Aachen zu verzeichnen. Das höchste Gewerbeflächen-Vorkommen haben der Kreis Euskirchen und der Kreis Düren.

Im vergangenen Jahr wurden zwei weitere große Photovoltaik-Freilandanlagen auf Gewerbeflächen in der Region er-richtet. Agit und auch Dürens Wirtschaftsförderer warnen vor dieser ihrer Meinung nach „Fehlnutzung” der Flächen, die durchschnittlich 20 Jahre verpachtet sind und keine Arbeitsplätze schaffen. „Wir empfehlen vielmehr bei der Photovoltaik eine Doppelnutzung, wie auf Dächern oder Lärmschutzwänden, aber auch die Nachnutzung von Haldenflächen”, erklärte Greif.
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