Nichteisen-Metallindustrie pocht auf Gleichbehandlung

Von: Berthold Strauch
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Stolberg. Die „Nichteisen-Metallindustrie” sieht sich als „unverzichtbaren Klimaschützer”. Wie das, wo dieser Branche nicht unbedingt ein positives Umwelt-Image anhaftet? Zu Unrecht, bekräftigen führende Unternehmen und ihr Bundesverband, die Wirtschaftsvereinigung Metalle.

Und dies an einem wichtigen Standort, der Kupferstadt: Stolberg beherbergt mit dem Kupferproduzenten Aurubis, der dort mit der 50-Prozent-Beteiligung Schwermetall 530 Mitarbeiter hat, und der Berzelius-Bleihütte mit 190 Beschäftigten sowie KME wichtige Player.

Und die, betonte Verbands-Hauptgeschäftsführer Martin Kneer am Donnerstag vor der Presse sowie Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden, leisteten in Deutschland entscheidende Beiträge zur Entlastung der Luft vom viel kritisierten Klimaschädling Kohlendioxid. Mittlerweile seien technologische und physikalische Grenzen fast erreicht, wo nur noch mit höchstem Investitionsaufwand weitere Effekte zu erzielen seien.

Dennoch strebten die deutsche Politik und die Europäische Union an, ihre Vorreiterrolle beim Klimaschutz weiter auszubauen. Grundsätzlich, bekräftigten Kneer sowie die Firmenvertreter Reinhard Püllenberg und Urban Meurer von der Berzelius-Geschäftsführung und die Aurubis-Spitzenmanager Peter Willbrandt und Holger M. Artelt, sei die Branche auch künftig zur Unterstützung der Klimaziele bereit. Allerdings drohe die Gefahr, dass Europas Vorreiterrolle für ihre Konzerne wegen globaler Wirtschaftsbeziehungen schwere Wettbewerbsverzerrungen bedeuten.

Um eine wirksame Kostenentlastung zu erreichen, hätten die Bundesregierung und eine Parlamentsmehrheit einen Beschluss gefasst, die NE-Branche um die Kosten der CO2-Zertifikate zu entlasten, fügte Kneer im Gespräch mit unserer Zeitung an. Damit solle eine Gleichbehandlung gegenüber günstigerem Industriestrom in Spanien und Italien erreicht werden. Für die Hilfe sei die Zustimmung der EU-Kommission notwendig. Kneer ist optimistisch, bereits in weniger Wochen die erhoffte positive Entscheidung in Brüssel zu erzielen.
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