Mobil machen für Mindestlohn

Von: Berthold Strauch
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Aachen. Die Gewerkschaften machen mobil: Mit Blick auf die bevorstehen Bundestagswahlen wollen sie den Druck auf die Politiker erhöhen, um das Thema Mindestlohn wieder verstärkt ins Blickfeld zu rücken.

Dazu unterstützen die DGB-Region NRW Süd-West, die NGG-Region Aachen und der Verdi-Bezirk Aachen / Düren / Erft zunächst eine bundesweite Aktion, mit der sie in den Betrieben möglichst viele „Stimmen für den Mindestlohn” sammeln wollen. Flankiert wird dieses Ziel durch drei Veranstaltungen bis nahe an den Wahltag heran, den 27. September.

Auftakt ist am Donnerstag, 23. April, 17 Uhr, eine öffentliche Konferenz in den Aachener Kurparkterrassen, Dammstraße 40. Unter der Überschrift „Mindestlohn aus europäischer Sicht” berichten Gewerkschafter aus Luxemburg, Belgien und den Niederlanden über die Praxis in ihren Ländern.

Überall dort genieße das Thema Mindestlohn „großen Rückhalt in der Bevölkerung”, berichtete am Donnerstag DGB-Gewerkschaftssekretär Karl Panitz vor der Presse. Teils schon seit Jahren seien Stundenlöhne gesetzlich gebunden, wobei derzeit sogar über eine Anhebung de Sätze diskutiert werde.

An Europas Spitze stehe Luxemburg mit 9,49 Euro, während die Niederlande mit 8,47 und Belgien mit 8,41 Euro immerhin noch im „oberen Drittel” der Skala lägen. Bereits in 20 von 27 Ländern der Europäischen Union gebe es allgemeine, branchenübergreifende gesetzliche Mindestlöhne, hob Panitz hervor.

Gemeinsam mit seinen Kollegen Ludger Bentlage (NGG) und Corinna Groß (Verdi) machte er deutlich, dass von den Gewerkschaften seit langem die Forderung „Kein Lohn unter 7,50 Euro” erhoben werde.

Schließlich sei eine angemessene Entlohnung auch ein Anliegen mit Blick auf die Menschenwürde: „Man muss von seinem Lohn leben können”, sagte Bentlage. In vielen Branchen, nannten die Gewerkschafter exemplarisch Bäckereifachverkäuferinnen und Sicherheitsdienste, lägen die Lohnzahlungen teils deutlich unter ihrer Forderung.

Derzeit gebe es allein aus den Reihen von SPD und den Linken Unterstützung, während die Unionsparteien und die FDP eine solche Regelung ablehnten. Panitz. „Sprechen Sie im Wahlkampf die Kandidaten darauf an!”
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