Maastricht Aachen Airport erhält dicke Finanzspritze

Von: Berthold Strauch
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Maastricht. Die Provinz Südlimburg will sich finanziell engagieren, um dem angeschlagenen Maastricht Aachen Airport (MAA) das Überleben zu gewährleisten.

Wie berichtet, musste die Betreibergesellschaft Insolvenz anmelden. Auslöser der akuten Probleme war ein deutlicher Rückgang im Frachtgeschäft als Folge der Wirtschaftskrise.

Laut Egbert Hanssen, dem Sprecher von Wirtschaftsminister Twan Beurskens, sollen 4,5 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln in den Flughafen gepumpt werden. „Wir wollen uns damit Zeit kaufen“, bekräftigte Hanssen gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Die solle genutzt werden, um bis spätestens Juli 2014 ein tragfähiges Gesamtkonzept zu erarbeiten. Das Geld sei ein „Beitrag zur Sicherheit“, um Funktionen wie Zoll, Polizei und Feuerwehr am MAA aufrechtzuerhalten. Limburgs Parlament muss Beurskens‘ Rettungsplan aber noch zustimmen. Diese Sitzung ist für nächsten Freitag geplant. Die Provinz wolle den Airport wegen seiner Bedeutung für die Infrastruktur erhalten, auch mit Blick auf dessen rund 800 Arbeitsplätze – „aber nicht um jeden Preis“, bekräftigte Hanssen.

Etwas Luft habe MAA dank der Ankündigung der zuständigen Staatssekretärin der Reichsregierung in Den Haag bekommen, entgegen ihrer bisherigen Pläne den niederländischen Flughäfen doch nicht die Kosten für die Luftaufsicht zu übertragen. Das hätte, so Hanssen, für MAA zwei Millionen Euro zusätzlich bedeutet, was „tödlich geworden wäre“. Die Fortsetzung der bisherigen Regelung solle bis zum Jahre 2020 gelten.

In Maastricht wird kaum noch damit gerechnet, dass sich die MAA-Eigentümer, die britische Omniport, weiter finanziell beteiligt. Die Gespräche seien aber noch nicht abgeschlossen. Omniport habe seit der Übernahme 2004 bereits 12,5 Millionen Euro dort investiert. Die Provinz werde jetzt in ganz Europa nach interessierten neuen Investoren Ausschau halten. Alternativ werde auch die Übernahme von Start- und Landesbahn und Terminal durch die Provinz geprüft, wobei dann ein privater Betreiber gesucht werde.

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