Löhne in NRW gesunken

Von: dpa
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Düsseldorf. Die Bruttogehälter der Arbeitnehmer sind in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahrzehnt inflationsbereinigt überdurchschnittlich stark um fast fünf Prozent gesunken.

Bundesweit betrug der Rückgang nur vier Prozent. Das geht aus einer Studie des NRW-Arbeitsministeriums hervor, die den Zeitungen der WAZ-Gruppe (Samstagausgabe) vorlagen.

Deutlich besser als der Durchschnitt entwickelten sich die Gehälter der nach Tarif bezahlten Arbeitnehmer: Sie konnten im vergangenen Jahrzehnt ein inflationsbereinigtes Plus von 5,6 Prozent verbuchen. Spitzenreiter war die Metall- und Elektroindustrie mit einem Plus von 20,8 Prozent.

In 14 von 50 untersuchten Branchen sanken die realen Tariflöhne: Die höchsten Lohnverluste gab es beim Tischlerhandwerk (-12,3 Prozent), Fleischern (-8,9) und im öffentlichen Dienst mit einem Minus von 8,7 Prozent. Auch bei Friseuren (-7,1) und Gebäudereinigern (-6,5) sanken die realen Bruttotariflöhne. Nur noch 63 Prozent der Beschäftigten bezögen tariflich vereinbarte Löhne und Gehälter.

„Tariflohnerhöhungen sind nicht automatisch mit Effektivlohnerhöhungen im gleichen Umfang verbunden”, sagte Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD). Die Reallöhne seien von der seit 2000 um 13,9 Prozent höheren Arbeitsproduktivität abgekoppelt.

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