Aachen/Hannover - Lancom Systems und Synaix bündeln ihre Kräfte

Lancom Systems und Synaix bündeln ihre Kräfte

Von: Alexander Barth
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Vom Rechenzentrum im Aachener Süsterfeld in die digitale Arbeitswelt: Stefan Fritz, Geschäftsführer von Synaix (re.) und Ralf Koenzen, Geschäftsführer von Lancom Systems, präsentieren die Benutzeroberfläche ihrer „Management Cloud“. Foto: Michael Jaspers

Aachen/Hannover. Würselen, München, Barcelona – Distanzen, die sich mit moderner Netzwerktechnik längst binnen Augenblicken überbrücken lassen. Der weltweite Trend, große Datenmengen online in der sogenannten Cloud zu lagern oder im digitalen Raum komplexe Netzwerke zu steuern, stellt die IT-Branche aber auch ständig vor neue Herausforderungen.

Zwei Player der IT-Branche aus der Region haben ihre Kräfte nun gebündelt und gehen mit einer Weltneuheit an den Start. Die Lancom Systems GmbH aus Würselen präsentiert gemeinsam mit dem Aachener IT-Dienstleister Synaix eine Software inklusive Benutzeroberfläche für Unternehmensnetzwerke, deren besonderer Wert in „Vertrauenswürdigkeit, Sicherheit und Transparenz“ liegen soll. Für den Start des Angebots namens „Management Cloud“ haben sich die Partner die große Bühne ausgesucht: Das Ergebnis der Kooperation wird auf der Cebit erstmals zu sehen sein.

Für ihre Kooperation haben sich die Firmen auf kurzen Wegen gefunden. „Für uns war es nur logisch, zuerst in der kleinen, feinen IT-Szene vor Ort nach einem Partner zu suchen“, beschreibt Ralf Koenzen die ganz analoge Annäherung zwischen den Netzwerk-Experten. „Wir begegnen uns da ganz auf Augenhöhe“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter von Lancom, der mit seinem Unternehmen auf dem Papier den stärkeren Partner stellt. Lancom, seit 20 Jahren von Würselen aus am Markt, zählt als Netzwerkschmiede mit europaweitem Kundenstamm rund 270 Mitarbeiter.

Synaix, mit rund 80 Mitarbeitern im Aachener Süsterfeld ansässig, geht als „Partner im Hintergrund“ ins Rennen, wie es Geschäftsführer Stefan Fritz formuliert. Die Vorteile einer Kooperation auf kurze räumliche Distanz bringt er auf eine einfache Formel: „Nah dran, auf allen Ebenen.“ Sein Unternehmen stellt die technischen Ressourcen in Form von leistungsstarken Rechenzentren zur Verfügung, um Netzwerke mit bis zu einigen tausend „Teilnehmern“ aufbauen zu können – lokal wie an weit voneinander entfernten Standorten, etwa für Geschäftsfilialen oder Büros.

Lancom trägt den Löwenanteil am Investitionsvolumen für die Management Cloud. Mit konkreten Summen halten sich die Partner allerdings zurück. Man bewege sich im mittleren einstelligen Millionenbereich, erklärt Koenzen. Die gebündelten Kräfte lassen sich hingegen genauer umreißen: Rund 90 Mitarbeiter waren über einen Zeitraum von rund zwei Jahren in die Entwicklung involviert, bei Synaix waren es 15.

Die Herausforderung für ihre Branche und gleichzeitig die Anforderungen an ihr gemeinsames Angebot sehen Koenzen und Fritz vor allem in der Komplexität von besagten Netzwerken, die laufend zunehme. „Unternehmen sind von der Verfügbarkeit der Netzwerke abhängig. Gleichzeitig steigen die Gefahren durch Cyber-Angriffe“, erklärt Koenzen. „Traditionelle und lange veritable Netzwerke stoßen mittlerweile immer häufiger an ihre Grenzen.“ Die Management Cloud der Aachen-Würselener Kooperation soll diese Herausforderung dank zentraler, voll automatisierter Prozesse lösen. Unternehmen sollen demnach von erheblichen Zeit- und Kosteneinsparungen profitieren.

Eine gerade veröffentlichte Studie des digitalen Branchenverbandes Bitkom besagt, dass Unternehmen in Deutschland dem Cloud Computing immer positiver gegenüberstehen – auch wenn das Thema Datensicherheit weiter groß geschrieben wird. Der Anteil der Nutzer sei 2016 im Jahresvergleich von 54 auf 65 Prozent gestiegen. 57 Prozent der befragten Geschäftsführer und IT-Verantwortlichen gaben an, ihre Unternehmensdaten in der Public Cloud für „sehr sicher“ oder „eher sicher“ zu halten.

Mit der Vertrauensfrage werden auch die regionalen Anbieter ständig konfrontiert. „Die Leute fragen: Wo liegen unsere Daten?“, sagt Fritz. „Daraus ergibt sich der Anspruch, der auch unser Auftrag ist: Die muss Wolke vertrauenswürdig sein“, ergänzt Koenzen. „Und das funktioniert für uns am Besten unter dem Motto ,Made and hosted in Germany‘“. Das soll bedeuten: alle Fäden in deutscher Hand, Standorte inklusive – Einsatzfelder: weltweit.

Nun also geht das Ergebnis der gebündelten regionalen Kompetenzen in Sachen Online-Datenverwaltung und -steuerung an den Start – auf der weltweit führenden Fachmesse der Branche. „Wir sind seit 15 Jahren auf der Cebit vertreten“, sagt Koenzen. „Es ist immer wieder ein Erlebnis.“

Der Partner gibt sich im Vorfeld bescheiden: „Wir halten uns auch hier vornehm im Hintergrund, aber wir sind natürlich stolz auf unsere indirekte Präsenz.“ Im Idealfall soll es nicht bei dieser einen Kooperation bleiben. „Wenn das Potenzial da ist, weiten wir die Kooperation aus“, sagt Koenzen.

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