Koch ist optimistisch für deutsche Wirtschaft

Von: Dieter Schuhmachers
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Roland Koch, ehemaliger hessis
Begegnung in Oberbruch: Roland Koch, neues Vorstandsmitglied von Bilfinger Berger, und Anton Thuy, Leiter der Berufsausbildung bei der BIS Maintenance Südwest. Foto: Dettmar Fischer

Heinsberg. Der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch (52) hat die ersten zehn Tage in seinem neuen Job, als Vorstandsmitglied des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger Berger (Mannheim), als „sehr angenehm” empfunden, wie er am Donnerstag am Rande eines Besuchs in Heinsberg-Oberbruch sagte.

Am Standort der zum Konzern gehörenden BIS Maintenance Südwest traf er mit Betriebsräten zusammen. Koch war einer Einladung von Stephan Brückner gefolgt. Der 45-jährige örtliche Betriebsratsvorsitzende steht an der Spitze sowohl des deutschen Konzernbetriebsrates als auch des Europäischen Betriebsrates von Bilfinger Berger und ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender.

Koch, der am 1. Juli Vorstandsvorsitzender und zugleich auch Arbeitsdirektor wird, unterstrich sein Interesse an einer fairen Sozialpartnerschaft. „Das sind nicht nur warme Worte”, fügte er hinzu. Alle Kräfte, die im Streit gebunden seien, würden nicht hilfreich sein. Die Zusammenarbeit im Unternehmen, das sehr erfolgreich sei und eine große innere Stabilität besitze, bewertete er als „sehr gut”.

Vor seinem Amtsantritt bei Bilfinger Berger, habe er „viel Papier gelesen”, berichtete Koch. „Jetzt treffe ich Menschen.” Er ziehe quer durch das Unternehmen, um „den Geruch aufzunehmen”. Es gehe ihm darum, Menschen zusammenzuführen, um gemeinsam zum Erfolg zu gelangen. Am Ende werde er sich an Zahlen und Ergebnissen messen lassen müssen.

Was die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland angeht, zeigte sich Koch „eher optimistisch”. Der Vorteil liege darin, dass hierzulande noch in einem Ausmaß industriell produziert werde, wie es beispielsweise in Frankreich oder Großbritannien nicht mehr der Fall sei. Doch darauf dürfe man sich nicht ausruhen.

Auf die Frage, ob Bilfinger Berger vom Aufschwung profitieren könne, zeigte sich Koch ebenso optimistisch, „ohne dass ich in Euphorie ausbreche”. Im vorläufigen Geschäftsbericht für 2010 kündigt der Konzern nicht nur ein verdoppeltes Ergebnis und eine deutlich höhere Dividende an. Für 2011 wird ein „erheblich höheres Konzernergebnis” erwartet.
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