Innovative Ideen kennen hier keine Grenzen

Von: BERTHOLD STRAUCH
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Sieht beste Beispiele für grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Ralf P. Meyer von der Agit. Foto: Jaspers

Aachen. Die Partner überschreiten Grenzen: Wahrhaft europäische Dimensionen hat ein Projekt, das deutsche, belgische und niederländische Unternehmen in enger Zusammenarbeit aneinander bindet – mit dem Ziel, in einer frühen Phase weit vor der Markteinführung gemeinsam innovative Hightech-Lösungen zu erarbeiten, die vielversprechende wirtschaftliche Erfolge in Aussicht stellen.

Kleine und mittelständische Betriebe aus den drei Ländern wickeln Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit besonderer Qualität ab. Dafür werden sie mit EU-Fördermitteln und Geldern weiterer Partner von diesseits und jenseits der kaum noch trennenden Grenze unterstützt.

Rund 2,7 Millionen Euro werden dafür zur Verfügung gestellt. Und mit eigenen Beiträgen der Partner geht es um insgesamt 7,6 Millionen Euro.

Wettbewerb ausgeschrieben

Um die besten Ideen zu finden, wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, dessen Ergebnisse am Mittwoch bei der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit) präsentiert wurden.

Unterm Strich 14 grenzüberschreitende Innovationsvorhaben wurden von einer Expertenjury für eine finanzielle Unterstützung ausgewählt, erläuterte Ralf P. Meyer, der bei der Agit für den Innovationsfonds zuständig ist.

Da ist zum Beispiel die Aachener Novacom GmbH. Dabei geht es um die Entwicklung neuartiger und kostengünstiger Strukturen aus glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) für den Fahrzeugbau.

Das Verfahren soll am Beispiel eines innovativen Beiwagens für ein Motorrad realisiert und erprobt werden. Und auf der Formel-1-Rennstrecke im belgischen Francorchamps soll die Entwicklung dann in der Praxis ausprobiert werden.

Fünf Partner, drei Länder

Insgesamt fünf Partner aus den drei Ländern arbeiten bei diesem Projekt zusammen. Es ist mit 320.000 Euro veranschlagt und erhält eine Förderung von 130.000 Euro – die Höchstgrenze liegt bei 250.000 Euro je Projekt. Novacom ist zudem mit einem zweiten Projekt mit von der erfolgreichen Partie.

Die Aachener Meotec GmbH ist mit einem niederländischen Partner angetreten, um körperverträgliche Bandscheibenimplantate einzusetzen, die das Knochenwachstum unterstützen. Dieses Verfahren soll auch die Genesungszeit für die Wirbelsäulen-Patienten abkürzen.

Mit dem Aufbau eines Systems, das den Verkehr bei Großveranstaltungen oder Baustellen in Städten so fließend wie möglich hält, befasst sich die Aachener Momatec GmbH, die Unterstützer in den Regionen Lüttich und Eindhoven gefunden hat.

Die zu entwickelnde technische Lösung steuert den Fahrzeugstrom in Echtzeit und passt entzerrende Lösungen wie Umleitungen, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Warnhinweise durch mobile LED-Zeichen an. Gerade an diesem Projekt soll auch das grenzüberschreitende Zusammenwirken der Stauvermeider im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen.

Die Jülicher ILA GmbH beschäftigt sich mit ihren Partnern aus Niederländisch und Belgisch Limburg mit Windkanalmessungen zur Optimierung von Fahrrädern. Auch das Aachener Uniklinikum ist in das „grenzenlose“ Projekt eingebunden, etwa durch die Entwicklung einer Behandlungsstrategie bei Lungenkrebs.

Meyers Fazit: Es gehe um ein „Modell für die zukünftige wirtschaftliche Zusammenarbeit im Dreiländereck“.

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