Handwerk der Region spürt Finanzkrise

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Viele Häuser werden im Augenblick wärmegedämmt. Das Ausbauhandwerk profitiert. Foto: Stock/Umdorf

Aachen. . Die Finanzkrise in der Bundesrepublik hat das regionale Handwerk erreicht. Nur 63 Prozent der 15500 Unternehmen zwischen Eifel und Selfkant beurteilen ihre Geschäftsergebnisse als befriedigend oder gut. Dieser Wert lag im Herbst 2008 noch bei 80 Prozent.

„Hauptursachen der Entwicklung sind die Zurückhaltung der Verbraucher und vor allem der Rückgang der industriellen Pro- duktion”, meint Ralf W. Barkey, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen am Dienstag bei der Präsentation der Frühjahrs-Konjunkturumfrage der Kammer in Aachen.

In den einzelnen Branchen ergibt sich indes ein unterschiedliches Bild. Den ersten Rang auf dem Stimmungsbarometer nehmen Bäcker, Fleischer und Konditoren ein, die zu 85 Prozent mil dem Geschäftsverlauf im Winterhalbjahr zufrieden sind. Eine relativ gute Stimmung herrscht auch in den Ausbauhandwerken, in denen sich zwei Drittel der Betriebsinhaber positiv äußern. Sie profitieren weiterhin von den staatlichen Förderprogrammen zur energetischen Gebäudesanierung.

Genau im Trend liegen die Handwerksunternehmen für den persönlichen Bedarf, also Friseure, Kosmetiker, Schuhmacher und Fotografen. Schlechter fällt die Einschätzung der Geschäftslage bei den Bauunternehmen, in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (Metallbauer, Elektromaschinenbauer, Feinwerkmechaniker und Kälteanlagenbauer) und in den Gesundheitshandwerken (Augenoptiker, Zahntechniker, Orthopädieschuhmacher) aus. In diesen Branchen verzeichnen nur 56 bis 59 Prozent der Betriebsinhaber eine positive Geschäftslage.

45 Prozent der 505 Handwerksunternehmen, die sich an der Umfrage der Kammer beteiligt haben, verbuchten im Winterhalbjahr mehr oder gleich viele Aufträge, die übrigen hatten Einbußen. Besonders harte Einschnitte mussten die Gesundheitshandwerker und die Zulieferbetriebe verkraften. Nur 30 beziehungsweise 33 Prozent der Befragten melden eine verbesserte oder gleich bleibende Auftragslage.
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