Aachen - Flughafen Lüttich setzt auf Kunden aus Aachener Region

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Flughafen Lüttich setzt auf Kunden aus Aachener Region

Von: Ulrich Kölsch
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Flughafen Lüttich gilt unter den Urlaubern aus der Region Aachen immer noch als Geheimtipp. Dabei ist die Zahl der Passagiere, die von der Maas-Metropole in die Sonne aufbrechen, im letzten Jahr um ein Fünftel auf 400.000 gestiegen.

87 Prozent stammen aus Belgien. Die Niederländer und Franzosen sind mit sechs und vier Prozent vertreten. Aber nur ein Prozent der Passagiere, die von Lüttich in den Urlaub starten, stammt aus Deutschland.

Das soll sich jetzt ändern. Der Flughafen und die zuständige Passagier-Managerin Ruth Coolen haben den deutschen Markt entdeckt. Dabei werben sie mit der guten Erreichbarkeit des Airports, der direkt an der Autobahn Richtung Namur liegt, der kurzen Check-in-Zeit und den niedrigen Parkplatzgebühren. Lüttich wird bedient vom Reiseveranstalter Thomas Cook und von Jetair, einem Unternehmen der TUI-Gruppe. Insgesamt werden 20 Reiseziele angeflogen, vorwiegend im Mittelmeer-Raum. Inzwischen gibt es aber auch Linienflugverbindungen nach Israel und Albanien.

Die Hauptbedeutung des Lütticher Flughafens liegt allerdings im Frachtbereich. „Lüttich ist der Hausflughafen für die Wirtschaft der Aachener Region”, stellte Frank Malis, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Aachen fest. Der Durchbruch kam mit der Entscheidung des internationalen Frachtflieger TNT, seinen Sitz von Köln/Bonn nach Lüttich zu verlagern. Im vergangenen Jahr wurde dort das Europäische Frachtzentrum von TNT Airways errichtet.

Die Wallonische Region lockt außerdem ausländische Ansiedler mit dem Verzicht auf jegliche Flugeinschränkung in der Nacht.

Entsprechend rasant verlief der Anstieg des Frachtaufkommens, das 2006 bei 400.000 Tonnen lag und im folgenden Jahr bereits um ein Fünftel zulegte. 2008 lag die Frachtmenge in Lüttich bereits bei 518.000 Tonnen.

Die internationale Wirtschaftskrise sorgte allerdings im ersten Quartal des laufenden Jahres für einen Einbruch um ein Viertel. Langfristig zeigte sich Ruth Coolen zuversichtlich. Der Flughafen liege zentral innerhalb des „Goldenen Dreiecks” Amsterdam - Paris - Frankfurt. In dieser Zone finden nahezu 70 Prozent aller Frachtaktivitäten in Europa statt.
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