Finanzspritze für gemeinsame Projekte in der Euregio

Von: Christina Merkelbach
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Aachen. Sie sind die Ersten: Acht Forschungs- und Entwicklungsprojekte von kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der Grenzregion erhalten eine Finanzspritze von insgesamt zwei Millionen Euro.

Sie stammt aus dem neuen Innovationsfonds Grenzüberschreitender Clusterstimulus (GCS). Das teilte die regionale Wirtschaftsförderungsagentur Agit am Donnerstag mit. Der Fonds hat ein Volumen von 5,6 Millionen Euro und wird von der Europäischen Union, dem niederländischen und dem NRW-Wirtschaftsministerium getragen.

Projekte, die mit Geld aus dem GCS gefördert werden, müssen zum einen innovativ und erfolgversprechend sein. Zum anderen müssen sie Unternehmen in der Grenzregion Deutschland-Niederlande-Belgien miteinander verbinden. Und: Von der Fördersumme, die zwischen 100.000 und 250.000 Euro betragen kann, müssen die Partner mindestens die gleiche Summe als Eigenanteil aufbringen.

Ein Beispiel ist die Moers GmbH aus Aachen. Der Maschinenbauer hat sich mit seinem Projekt „Vakuum-Wäscher“ durchgesetzt und erhält 250.000 Euro aus dem GCS. „Wir werden nun mit unserem Partner aus Hasselt einen Prototypen fertigen, der bei der Produktion industrieller Formteile mittels einer neuen Vakuum-Technologie anfallende Bearbeitungsrückstände in Bohrungen zuverlässig entfernen kann“, erklärt Geschäftsführer Karl Wasser. Die Pläne für „Vakuum-Wäscher“ hätten bei Moers schon länger in der Schublade gelegen. Bisher habe es aber immer an Möglichkeiten zur Finanzierung gefehlt.

Auf den ersten Aufruf hatten sich 24 grenzüberschreitende Projekte mit insgesamt 84 Partnern beworben. „Gerade Unternehmen aus der Region Aachen zählen zu den Gewinnern. Allein in sieben der acht geförderten Vorhaben sind unsere Firmen vertreten“, sagt Ralf Peter Meyer, bei der Agit Ansprechpartner für GCS. Noch 2,7 Millionen Euro aus dem Topf stehen für neue Projekte zur Verfügung. Bis zum 15. April können Projekte eingereicht werden. „Dieser Fonds ist eine Riesenchance für Unternehmen in der Region. Vor allem auch, weil er sich gezielt an kleine und mittelständische Betriebe wendet“, sagt Agit-Geschäftsführer Helmut Greif.

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