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Fachkräftemangel: Ingenieure fehlen wie nie zuvor

Von: pep/bb
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Berlin/Aachen. Wenige Tage vor dem Fachkräftegipfel der Bundesregierung schlägt die Wirtschaft Alarm. Arbeitgebervereinigung BDA und Industrieverband BDI bezifferten die Expertenlücke in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - kurz Mint genannt - mit 150.200.

Damit sei Ende Mai der höchste Stand der vergangenen zehn Jahre erreicht worden. Insbesondere Ingenieure würden händeringend von den Unternehmen gesucht.

Auch in der Region Aachen ist der Mangel spürbar. Im Bereich der Industrie- und Handelskammer Aachen suchen nach Aussage von IHK-Geschäftsführer Fritz Rötting viele Unternehmen „händeringend nach Ingenieuren” - vor allem in den Branchen Motorentechnik, Software und Architektur.

„Wir haben hier eine vergleichsweise günstige Situation, weil wir über die RWTH und die Fachhochschule noch relativ leicht an Absolventen kommen”, sagt Rötting. „Die Unternehmen müssen natürlich etwas tun und Praktikums-plätze anbieten.” Auch die vierte Nacht der Unternehmen am 9. November soll hier Kontakte erleichtern.

Innovative Lehrangebote

Der Regionale Industrieclub Informatik Aachen (Regina), zu dem sich mehr als hundert Unternehmen, Weiterbildungseinrichtungen und Hochschulinstitute zusammengeschlossen haben, bietet auf der Internetseite http://www.karriere.ac aktuell 423 High-Tech-Jobs in der Region an - davon 146 im Bereich Informatik und Mathematik, 143 in Ingenieurwissenschaften.

Einen neuen Weg schlägt das Bildungsbüro der Städteregion Aachen ein. In sogenannten Zukunftsforen, die sich vor allem an Lehrerinnen und Lehrer richten, werden innovative Lehrangebote aus dem Bereich der Ênaturwissenschaftlichen und technischen Fächer vorgestellt. Diese zumeist ergänzenden Lernimpulse - von der Junior-Ingenieur-Akademie bis zu zur Talentförderung unter dem Slogan „Jedes Kind ist ein Genie” - werden inzwischen mit Erfolg an zahlreichen Schulen der Region umgesetzt.

Am Mittwoch will Bundeskanzlerin Angela Merkel im Gästehaus der Bundesregierung in Meseberg mit Vertretern von Wirtschaft und Gewerkschaften über den Fachkräftemangel beraten.
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