Ein Bundesland voller Superlative

Von: Berthold Strauch
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Weltweite Werbung für Nordrhe
Weltweite Werbung für Nordrhein-Westfalen mit der Aachener Region: Tischtennisstar Timo Boll, Helmut Greif (Agit), Petra Wassner (NRW-Invest) und Minister Harry Voigtsberger (v.l.). Foto: Berthold Strauch

Düsseldorf. Helmut Greif brauchte nicht allzu viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Für den Geschäftsführer der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit) war es ein Leichtes, seine Technologieregion, für die er steht, dem in Aachen bestens vernetzten NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger für dessen neue Standort-Marketingkampagne ans Herz zu legen.

Und so steht Aachen in der am Donnerstag in der Düsseldorfer Staatskanzlei vorgestellten Werbebotschaft beispielhaft für die rund 100 Technologiezentren und Forschungseinrichtungen des Landes, die, so die Ministerbotschaft, „ideale Bedingungen für einen erfolgreichen Technologietransfer bieten”.

Und so lautet der Slogan, der nun weltweit vermarktet werden soll: „Germany at its best - Nordrhein-Westfalen”, das Deutschland von seiner besten Seite zeigt. NRW sei bundesweit der Investitionsstandort Nummer eins, bekräftigte der Minister bei der Präsentation. Die meisten ausländischen Investoren seien hier zu Hause, das Land sei die größte Volkswirtschaft Deutschlands. Dazu leistete Voigtsberger weitere Superlative auf: größter Messeplatz der Welt, bedeutendster Logistikstandort Deutschlands, dichtestes Forschungsnetzwerk Europas.

All diese Rekorde sollen rund um den Globus andere Unternehmen animieren, es den Vorreitern gleichzutun und sich ebenso hier anzusiedeln. Ab nächstem Jahr sollen entsprechende Anzeigen geschaltet werden, zunächst in China, Japan, der Türkei und den USA. So wirbt etwa das Herzogenrather High-Tech-Unternehmen Head Acoustics mit seinem Kunstkopf für die Technologieregion Aachen, deren besondere Strahlkraft als Wissenschaftsstandort.

Für die steht natürlich auch die Eliteuniversität RWTH, deren Rektor Professor Ernst Schmachtenberg in einem Imagefilm die Vorzüge der Region beredt anpreist. Weitere Vorzeigebeispiele sind der Herzogenrather Halbleiter-Anlagenbauer Aixtron, aber auch die Initiative „Concept Zeitgeist” zum Bau des völlig neu konzipierten Elektroautos Streetscooter. Die Region als „echter Magnet für den Automotive- und Mobilitätsstandort Nordrhein-Westfalen”, schwärmte der Minister.

Mehr Selbstbewusstsein

Weitere Partner der ersten Phase der Kampagne sind unter anderem die Städte Düsseldorf und Köln sowie die Region Südwestfalen. Weitere sollen hinzukommen, wie etwa das Ruhrgebiet. Auch Unternehmen werden eingebunden. Zunächst ist der Düsseldorfer Flughafen dabei. Und so soll die Imageaktion auch auf dem Direktflug von China in die Landeshauptstadt ihre erhoffte Werbewirkung auf Investoren entfalten.

Übrigens: Die Kampagne soll natürlich auch das Selbstbewusstsein der NRW-Bürger steigern, in einem so tollen Land zu leben. Und auch sie sind aufgerufen, weitere Bestleistungen mitzuteilen, um noch mehr Aufmerksamkeit aufs Land zu lenken. Wie auch prominente Fürsprecher, etwa der Tischtennisstar Timo Boll, die Nummer drei weltweit, der in Düsseldorf spielt.
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