Aachen - „Digital Jobzone“: Die erste digitale Jobmesse

„Digital Jobzone“: Die erste digitale Jobmesse

Von: Annika Thee
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Den IT-Unternehmen in der Städteregion Aachen geht es gut. Die Auftragsbücher sind voll, aber die Expansion fällt ihnen schwer, denn die Fachkräfte fehlen.

Einerseits werden Absolventen der RWTH Aachen schnell von renommierten Unternehmen aus anderen Regionen abgeworben, andererseits fehlen Informatiker, Ingenieure und Naturwissenschaftler aus Bereichen, bei denen die Hochschulen in Karlsruhe, München, Stuttgart oder Berlin als Kaderschmiede gelten.

Ein innovatives Konzept soll helfen, Absolventen, Jobwechsler und Fachkräfte in die Region zu holen: Im Mai 2018 soll die erste digitale Jobmesse („Digital Jobzone“) der Region stattfinden – ausschließlich im Internet. Unternehmen stellen sich an virtuellen Messeständen vor, indem der Leiter des Unternehmens oder ein Personalchef für Live-Chats zur Verfügung steht oder sogar in Echtzeit kurze Vorträge hält.

Digitales Messegelände

Absolventen und Fachkräfte, die an der virtuellen Jobmesse teilnehmen, melden sich anonym an und können sich auf dem digitalen Messegelände bewegen. Bei Interesse können sie die Unternehmen ansprechen, Bewerbungsunterlagen und Lebensläufe hochladen oder direkt per Skype ein erstes Bewerbungsgespräch führen.

Die digitale Jobmesse ist als regionales Konzept bislang einzigartig. Sie soll den IHK-Bereich Aachen in den Fokus deutscher und internationaler Studienabsolventen rücken. „Wichtig ist, potenziellen Arbeitnehmern mit Image-Filmen und Live-Videos die Vorzüge der Region Aachen als Wirtschaftsstandort und Wohnort zu präsentieren“, sagt Winfried Kranz-Pitre, Geschäftsführer des Innovationsnetzwerks der Stadt Düren (WIN.DN). „Standortmarketing kostet Geld, deshalb haben wir das lange Zeit vernachlässigt“, sagt Elke Breidenbach von der Region Aachen.

Das solle sich nun ändern. Von dem Projekt versprechen sich die Organisatoren – die Tema Technologie Marketing AG mit Unterstützung der Region Aachen und WIN.DN – einen großen Mehrwert für Unternehmen und Fachkräfte aus dem MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), der Gesundheitswirtschaft und Betriebswirtschaftslehre.

Bequem und anonym

Die Jobmesse richtet sich an eine technikorientierte Zielgruppe, die außerhalb der Städteregion studiert, wohnt oder arbeitet. Bei der digitalen Messe können sie sich bequem von ihrem Wohnort aus bewerben. Noch dazu können sich die Fachkräfte anonym auf der Plattform bewegen. Wenn sie ihren Arbeitgeber wechseln möchten, laufen sie also nicht Gefahr, ihm auf dem Messegelände zu begegnen.

„Besonders für Fachkräfte aus dem asiatischen Raum ist Diskretion ein wichtiges Thema“, sagt Günter Bleimann-Gather, Vorstand der Tema AG. Auch die Unternehmen können die Kosten für aufwendige Messestände und damit einhergehende Kosten für Reisen, Personal und Aufbauarbeiten sparen.

Die Organisatoren hoffen auf 50 bis 100 Unternehmen, die sich an Messeständen mehreren tausend potenziellen Bewerbern präsentieren. Bisher haben fünf Unternehmen ihre Teilnahme bestätigt, darunter das Bistum Aachen und regio IT. Neben der Städteregion Aachen, der Stadt Aachen und der IHK unterstützt auch die Bundesagentur für Arbeit Aachen-Düren das Projekt.

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