Heinsberg - Dieter ­Philipp und der „Wunschzettel“ des Handwerks

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Dieter ­Philipp und der „Wunschzettel“ des Handwerks

Von: disch
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Herbst-Vollversammlung
Die Herbst-Vollversammlung der Handwerkskammer Aachen tagte am Dienstag im Heinsberger Kreishaus. Foto: Dettmar Fischer

Heinsberg. „Bei Bürgern und Unternehmen im Land erzeugt das lange Warten Unsicherheit und führt zu Zurückhaltung bei wichtigen Investitionsentscheidungen.“ Mit diesen Worten hat Dieter ­Philipp, der Präsident der Handwerkskammer Aachen, bei der Herbst-Vollversammlung der Kammer am Dienstag im Heinsberger Kreishaus die lange Dauer der Sondierungs- und Koalitionsgespräche in Berlin kritisiert.

„Es nervt in Zeiten, in denen wir zügig klare Rahmenvorgaben für eine ordentliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Weiterentwicklung in Deutschland benötigen.“

Auch wenn im heimischen Handwerk die aktuelle Situation gut und die Stimmung positiv seien, so müsse den Politikern klar sein, „dass Steuer- und Abgabenerhöhungen das Investitions- und Konsumklima verschlechtern“. Fakt sei aber, dass höhere Abgaben diskutiert würden, obwohl die Bundeskanzlerin sie im Wahlkampf abgelehnt habe. „Es besteht die Gefahr, dass die Steuern erhöht werden und diese Bremswirkung Wirtschaft und Beschäftigung empfindlich trifft.“

Philipp forderte, dass die Politik der Bundesregierung mittelstandsfreundlich ausgerichtet sein müsse. Einige Wünsche des Handwerks könnten in Erfüllung gehen: „Einer mit ­Augenmaß betriebenen Energiewende soll mehr Bedeutung zukommen, das wäre ein gutes Signal“. Vom „Wunschzettel“ des Handwerks an die Politik las Philipp beispielhaft ab: weniger Bürokratie, ein klares Bekenntnis zum Meisterbrief, Stopp der schleichenden Steuererhöhung über die „kalte Progression“ und eine Entlastung beim Rentenbeitrag.

„Im arbeitsintensiven Handwerk würde eine Reduzierung der Abgabe die Lohnzusatzkosten senken, Beschäftigung sichern und die Nettoeinkommen der Mitarbeiter erhöhen“, sagte der Kammerpräsident, der es angesichts des größer werdenden Fachkräftemangels als eine wichtige Aufgabe des Handwerks bezeichnete, Begeisterung bei jungen Menschen dafür zu wecken, „in unserem Wirtschaftszweig zu arbeiten“. Wichtig seien dafür auch attraktive Arbeitsbedingungen in den Betrieben.

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