Die Post fährt auf den Streetscooter ab

Von: red
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Bekräftigen die Zusammenarbeit
Bekräftigen die Zusammenarbeit: Uwe Brinks (links), Produktionschef der Post, und Professor Achim Kampker, Chef der Streetscooter GmbH, vor einem Prototypen des Aachener Elektroautos.

Aachen/Bonn. Erstklassige Referenz für die Aachener Elektroauto-Szene: Nach einjähriger Entwicklungsphase hat der erste Prototyp des Streetscooters als Modell die Erwartungen an Ausstattung, Ladekapazität und Sicherheitsstandards der Deutschen Post erfüllt.

Das Bonner Unternehmen hatte in dieser Zeit zusammen mit der Streetscooter GmbH und Instituten der RWTH Aachen ein zukunftsweisendes Elektroauto speziell für die Brief- und Paketzustellung entwickelt.

Um das Fahrzeug nun im Alltagsbetrieb auch auf seine Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit zu testen, startet nun die nächste Phase: Im Laufe des nächsten Jahres werden insgesamt 50 Vorserienfahrzeuge in verschiedenen Zustellstützpunkten bundesweit im Betrieb der Deutschen Post eingesetzt. Die ersten Fahrzeuge werden ab Juli im Einsatz sein. Sofern der Praxistest erfolgreich verläuft, könnte später eine erste Fahrzeugserie folgen.

„Wir betreiben eine der größten Fahrzeugflotten in Deutschland - darum haben wir ein besonderes Interesse, wirtschaftliche und emissionsarme Fahrzeuge einzusetzen”, sagt Jürgen Gerdes, Post-Konzernvorstand für den Briefbereich. „Mit der RWTH Aachen und der Streetscooter GmbH haben wir kompetente Partner gefunden und ein umweltfreundliches und gleichzeitig wirtschaftliches Elektroauto entwickelt. Wir sind zuversichtlich, dass das Fahrzeug unseren Postalltag im Praxistest meistern wird.”

„Streetscooter ist ein Fahrzeug, mit dem Unternehmen rechnen und nachhaltig wirtschaftliche Werte erreichen können”, betont Professor Achim Kampker, Inhaber des Lehrstuhls Produktionsmanagement an der RWTH Aachen und Geschäftsführer der Streetscooter GmbH.

Der Deutsche-Post-Prototyp für die Brief- und Paketzustellung muss bis zu 200 Stopps und Anfahrvorgänge bewältigen und ist bis zu 300 Tage im Jahr im Einsatz. Der Kastenaufbau des über 4,6 Meter langen Fahrzeugs bietet genügend Ladevolumen für die Briefe und Pakete und verfügt außerdem über eine robuste Ausstattung, die allen Sicherheitsstandards entspricht. Das speziell für die Deutsche Post konzipierte Fahrzeug fährt bis zu 85 Stundenkilometer schnell und ist primär für die Zustellung auf dem Land ausgelegt. Das Fahrzeug verfügt über eine Leistung von 30/45 Kilowatt, die von einer Lithium-Ionen-Batterie und einem Asynchronmotor erzeugt wird. Die maximale Reichweite liegt bei 120 Kilometern.

Der Konzern Deutsche Post DHL versteht sich als Vorreiter in der Nutzung von alternativen Antrieben und fördert die Forschung und Nutzung in Projekten mit verschiedenen Automobilherstellern. Insgesamt sind heute über 4000 Fahrzeuge mit Elektro- und Hybridantrieben, alternativen Kraftstoffen und motorelektronischen und aerodynamischen Modifikationen für den Konzern auf der Straße. Im Rahmen des unternehmenseigenen Umweltprogramms „GoGreen” hat sich der Logistikdienstleister außerdem ein konkretes Klimaschutzziel gesetzt: Bis zum Jahr 2020 soll die CO2-Effizienz gegenüber 2007 um 30 Prozent verbessert werden. Dieses Ziel will der Konzern unter anderem durch eine effizientere Steuerung der Verkehrsströme, durch die Modernisierung der Transportflotte und durch Nutzung erneuerbarer Energiequellen erreichen.

Als Spin-off der RWTH im Jahr 2009 gegründet

Die Aachener Streetscooter GmbH wurde 2009 als Spin-off der RWTH gegründet und ist heute in Konsortium aus rund 80 Industrieunternehmen der Automobilindustrie und verwandter Branchen.

Ziel des Unternehmen ist es, nachhaltige Fahrzeugkonzepte der Zukunft zu erforschen, zu entwickeln und herzustellen.
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