Die Besten ihres Fachs in Deutschland

Von: ahw/rb/ger
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Robert Königs ist er der beste Verpackungsmittelmechaniker Deutschlands. Foto: Robert Baumann
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Daniel Plum ist der beste deutsche Jungbäcker. Foto: Antonius Wolters
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Alexander Oepen ist der beste Einzelhandels-Azubi Deutschlands. Foto: Daniel Gerhards

Aachen. Die einen gehören in diesem Jahr zu den besten Auszubildenden und den besten Gesellen, die Deutschland zu bieten hat: junge Menschen aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer Aachen und der Handwerkskammer Aachen, die in ihren Berufen schon viel erreicht haben. Wer die hohe Qualität der Ausbildung in Deutschland kennt, der ahnt, was die Auszeichnung auf Bundesebene bedeutet. Wir stellen exemplarisch drei Preisträger vor.

Daniel Plum wollte ursprünglich wollte Daniel Plum in die Fußstapfen seines Vaters treten, der als Konditormeister einen eigenen Betrieb führt. Doch bei der Ausbildung kam der 20-Jährige aus Übach-Palenberg nicht recht klar und folgte dem Ratschlag einer Kollegin von der Berufsschule, auf Bäcker umzusatteln. Im Betrieb der Kollegin in Aldenhoven war gerade ein Ausbildungsplatz frei geworden, Plum bewarb sich, wurde genommen und eine wahre Erfolgsgeschichte nahm ihren Anfang. Zwar klingelte der Wecker wochentags schon um 2.50 Uhr, doch in der Backstube des Café Bremen in Aldenhoven blühte Daniel Plum förmlich auf. Den Wechsel ins Bäckerhandwerk hat der junge Mann nie bereut, denn zum Ende der Ausbildung stellte sich eine wahre Erfolgssträhne bei ihm ein. Zunächst avancierte er zum Kammersieger, wurde später zum Landessieger gekürt und war damit für die Deutsche Meisterschaft der Jungbäcker qualifiziert, wo sich der ambitionierte Bäckerbursche ebenfalls durchsetzte. Bei all den Erfolgen hat Daniel Plum sein berufliches Fortkommen nicht aus den Augen verloren. Zuletzt besuchte er die Meisterschule in Bonn, wo er die theoretische Meisterprüfung bereits absolviert hat. In drei Wochen folgt noch die praktische Prüfung, damit im neuen Jahr der Meisterbrief die anhaltende Erfolgssträhne krönen kann.

Alexander Oepen hat einen perfekten Abschluss hingelegt. In schriftlicher und mündlicher Prüfung verlor er keinen Punkt. Damit schnitt der 22-Jährige aus Simmerath von allen Einzelhandels-Azubis Deutschlands am besten ab. Gelernt hat er im Real-Markt in Monschau, mittlerweile arbeitet er in Eschweiler. Dazu besuchte er das Eschweiler Berufskolleg. Kurz vor der Prüfung brauchte Oepen dann nicht mehr so viel zu büffeln wie seine Klassenkameraden. Er habe sich das nötige Wissen während der gesamten Ausbildung kontinuierlich angeeignet. Sein Fleiß wurde mit dem herausragenden Ergebnis belohnt. Und diese Leistung ist außergewöhnlich – da sind sich Thomas Gurdon, Leiter des Berufskollegs, und Theo Pelzer, in dessen Filiale Oepen seine Ausbildung gemacht hat, einig. Pelzer: „Ich bin seit 20 Jahren Prüfer. An so eine Leistung kann ich mich nicht erinnern.“ Das Lernen hat für Alexander Oepen aber noch kein Ende. Er hat anschließend an seine Ausbildung ein duales Studium bei Real begonnen. „Das ist eigentlich eine Erstausbildung, aber ich wollte des unbedingt machen“, sagt er. Sein Ziel: Er möchte vielleicht in die Zentrale nach Düsseldorf. Oder doch als Geschäftsleiter die Geschicke eines Marktes verantworten. So viel ist für Oepen schon klar: „Ich möchte Verantwortung übernehmen.“ Ab Januar muss er dafür erst einmal für drei Monate an die Hochschule.

Robert Königs hat sich dann doch einen Anzug für seinen großen Tag gekauft. Seinen ersten überhaupt. Dabei steht der 21-Jährige aus Nideggen nicht gerne im Rampenlicht. Am 9. Dezember kam er in Berlin aber nicht drum herum. Immerhin ist er der beste Verpackungsmittelmechaniker Deutschlands, 97 Prozent seiner Prüfungen hatte er richtig – eine überragende Leistung. „Das ist der Hammer“, bringt es der Top-Azubi auf den Punkt. „Als ich davon erfahren habe, musste ich mich erst mal hinsetzen“, erinnert er sich. Königs arbeitet bei der SIG Combibloc in Linnich, einem Hersteller von Kartonpackungen und Füllmaschinen für Getränke und Lebensmittel. Dort wurde der damals 17-Jährige auch ausgebildet. Täglich pendelte Königs eineinhalb Stunden von Nideggen mit der Rurtalbahn zu seinem Arbeitsplatz. Während seiner Ausbildung lernte er, Verpackungen aus Kunststoff, Pappe und Papier herzustellen und Verpackungsmaschinen zu bedienen. Die Ausbildung verkürzte er sogar um ein halbes Jahr – statt nach drei, machte er schon nach zweieinhalb Jahren seine Prüfung. „Robert war sehr still, aber er wollte immer ein bisschen besser werden und hat sehr zielgerichtet gearbeitet. Ich bin sehr stolz auf ihn“, sagt Ausbildungsleiter Ludwig Hamacher. Mit dem Job als Verpackungsmittelmechaniker gibt sich Königs aber nicht zufrieden. In einem halben Jahr will der strebsame junge Mann eine zweijährige Ausbildung zum Maschinenbautechniker draufsetzen. Mit der Bahn fährt Königs übrigens nicht mehr zur Arbeit. Er hat mittlerweile ein eigenes Auto. „Das ist deutlich bequemer“, sagt er.

Aus dem Bezirk der Handwerkskammer Aachen belegten insgesamt drei Nachwuchstalente erste Plätze. Neben Bäcker Daniel Plum noch die Hörgeräteakustikerin Verena Joeres aus Nörvenich (Ausbildungsbetrieb: Fielmann Düren), die mittlerweile in der Schweiz lebt und arbeitet, sowie der Feinwerkmechaniker Carsten Naßheuer aus Mechernich (Myrenne GmbH Roetgen). Zu den deutschen Top-Azubis aus dem Bezirk der IHK Aachen zählen neben Alexander Oepen und Robert Königs außerdem noch Samira Martin aus Euskirchen (Fachkraft für Süßwarentechnik, Ausbildungsbetrieb: Lindt & Sprüngli Aachen) sowie Svea Kiesel aus Euskirchen (Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik, Kreis Euskirchen).

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