Deutz schreibt wegen Krise rote Zahlen

Von: ddp
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Die Wirtschaftskrise hat den Motorenhersteller Deutz erreicht. Foto: ddp

Köln. Die Vollgasfahrt beim Kölner Motorenhersteller Deutz ist für Erste beendet. Nach dem Rekordjahr 2007 mit 59,4 Millionen Euro Gewinn ist der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr in die roten Zahlen gerutscht und weist ein Minus von 4,2 Millionen Euro aus.

Eine Dividende werde es nicht geben, teilte der Vorstand am Donnerstag in Köln mit. Das operative Konzernergebnis (EBIT) lag vor Einmaleffekten bei 31,8 Millionen Euro und brach damit im Vergleich zum Vorjahr (95,5 Millionen Euro) um 66,7 Prozent ein. Der Konzern geht davon aus, dass sich die negative Entwicklung des vierten Quartals 2008 auch in diesem Jahr fortsetzen wird.

Der Umsatz ging um 1,9 Prozent auf 1,495 Milliarden Euro zurück. Wegen einer anhaltend positiven Entwicklung im Bereich Landtechnik wurde im Inland allerdings mit 364,7 Millionen Euro ein Umsatzplus von 8,7 Prozent erzielt.

Wegen der guten Entwicklung im ersten Halbjahr 2007 war die Zahl der Mitarbeiter auf 4930 gestiegen. Im zweiten Halbjahr allerdings wurden Arbeitsverträge von Leih- und befristeten Mitarbeitern gekündigt und ab Mitte Dezember Kurzarbeit am Standort Köln eingeführt.

Die Streichung von weiteren 200 Stellen soll sozialverträglich vor allem über Vorruhestandsregelungen erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen im Verlauf des Jahres schloss der Vorstand allerdings nicht aus. Ende 2008 beschäftigte Deutz 4701 Mitarbeiter.

Der Vorstand geht davon aus, dass wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche Auftragseingang, Absatz und Umsatz im laufenden Jahr deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen werden. Daher will der Vorstand Kosten senken.

Mit einer Eigenkapitalquote von 42,4 Prozent und einem Liquiditätsbestand von rund 208 Millionen Euro stehe der Konzern in schwierigem Umfeld gut da.
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