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Deutsche Verleger erwarten schwierigstes Jahr der Zeitungsgeschichte

Von: epd
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Berlin. Die Finanzkrise wird sich nach Ansicht der Verlage stark auf den deutschen Zeitungsmarkt auswirken.

„Das Jahr 2009 wird wohl als das bislang schwierigste in die Geschichte der deutschen Zeitungen eingehen”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Dietmar Wolff, am Mittwoch in Berlin.

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2009 sei das Anzeigenvolumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als zwölf Prozent zurückgegangen. 2008 sanken die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um rund ein Prozent auf 9,1 Milliarden Euro. Das sei das Niveau von 1995.

Die Krise treffe die Zeitungshäuser in einer schwierigen Phase, in der diese sich zu komplexen Medienunternehmen wandelten, ergänzte Wolff. Um die Qualitätspresse in der digitalisierten Welt zu erhalten, dürfe es „keine Kompromisse” mehr in der Politik geben.

Der BDZV forderte unter anderem deutliche Lockerungen im Wettbewerbsrecht. Insbesondere im Anzeigenverkauf müssten neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit eröffnet werden. Die Verlage wollen sich stärker als bisher am lokalen und regionalen Rundfunk beteiligen.

Die Schwelle, ab der das Kartellamt Zeitungsfusionen prüft, sollte von derzeit 25 Millionen auf mindestens 100 Millionen Euro erhöht werden, hieß es. Die Verleger sprachen sich auch für eine Senkung der Mehrwertsteuer bei Zeitungen auf null Prozent aus.
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