Aachen - Der Export stützt das Wachstum

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Der Export stützt das Wachstum

Von: Hermann-Josef Delonge
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Unverändert positiv mit leichten Ausschlägen nach oben und nach unten: So lässt sich das Ergebnis der Frühjahrs-Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Aachen grob zusammenfassen.

301 Unternehmen mit knapp 44.000 Beschäftigten haben sich daran beteiligt. 40 Prozent berichten von guten Geschäften, nur jeder neunte Betrieb ist unzufrieden. Das ist unwesentlich besser als zum Jahresbeginn (38 Prozent). Leicht verschlechtert haben sich hingegen die Erwartungen: 32 Prozent erwarten eine Verbesserung, zu Jahresbeginn waren es noch 34 Prozent. Jeder achte Betrieb erwartet eine Verschlechterung. Eine Verschiebung, die IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer nicht überbewerten wollte. Sein Fazit: „Die Aussichten auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung sind trotz ungeklärter Belastungen durch die Energiewende und die Mindestlohndebatte nahezu unverändert positiv.“

Die Basiswerte: Die Ertragssituation bei der Mehrheit der Unternehmen hat sich zum dritten Mal in Folge verbessert. Gut ein Drittel der Befragten hat seine Erträge im zurückliegenden halben Jahr erhöht, bei annähernd einem Fünftel haben sie sich verringert. Das führt auch zu einer höheren Investitionsbereitschaft. 32 Prozent der Unternehmen wollen mehr investieren (plus vier Prozent), sieben Prozent planen keine Investition (minus vier Prozent). Trotz der guten Konjunktur sind bei der Beschäftigung kaum Veränderungen zu erwarten. Wie schon zum Jahresbeginn will nur ein Viertel Personal aufstocken. Säule des mehrheitlich erwarteten Wachstums bleibt das Exportgeschäft. Fast die Hälfte der Unternehmen meldet gestiegene Exportumsätze, bei einem Viertel sind sie gesunken. Die Auftragseingänge aus dem Ausland haben bei einem Drittel steigende Tendenz, bei jedem siebten Betrieb gehen sie zurück.

Die Branchen: Als einziger Wirtschaftssektor im Kammerbezirk ist das Baugewerbe mehrheitlich unzufrieden. Jedes neunte Unternehmen meldet gute Geschäfte, ein Viertel hingegen ist nicht zufrieden. Das betrifft vor allem den Tiefbau und die Unternehmen, die mit Großprojekten beschäftigt sind. Die beste Geschäftslage melden die Dienstleister. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten bezeichnet ihre Situation als gut, nur sieben Prozent sind unzufrieden. In der Industrie ist eine Mehrheit zufrieden. Jeder dritte Betrieb bezeichnet die Geschäftslage als gut, jeder achte ist unzufrieden. 41 Prozent berichten, dass die Umsätze in den zurückliegenden Monaten gestiegen sind. Die Lage im Handel hat sich seit Jahresanfang leicht verschlechtert. Aber immer noch berichtet jeder dritte Betrieb von gut laufenden Geschäften, jedes zehnte Unternehmen ist unzufrieden. Besonders positiv ist die Situation im Großhandel.

Die Risiken: Da stehen eine sinkende Inlandsnachfrage sowie steigende Energie- und Rohstoffpreise ganz oben. Sie gelten für über 50 Prozent der befragten Unternehmen als größte Risikofaktoren für die Wirtschaft. Danach folgen die Arbeitskosten sowie die allgemeinen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (knapp unter 50 Prozent). Die Schwierigkeiten bei der Suche nach Fachkräften nennen ein Drittel der Unternehmen als Risiko.

Die einzelnen Regionen: Die Geschäftslage der Unternehmen in der Stadt Aachen hat sich seit dem Jahresbeginn weiter verbessert. 46 Prozent aller Betriebe bewerten ihre Lage als gut, elf Prozent als schlecht. Die Geschäftsaussichten sind ebenfalls gut: 38 Prozent der Betriebe rechnen mit besseren Geschäften, 15 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus. In der übrigen Städteregion bezeichnen 47 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut, nur sechs Prozent sind unzufrieden. 44 Prozent erwarten eine günstige Entwicklung, sieben Prozent eine ungünstige. Im Kreis Düren schätzen 34 Prozent aller Betriebe ihre Geschäftslage als gut ein, zwölf Prozent als schlecht. Die Erwartungen haben sich seit der letzten Umfrage aber etwas verschlechtert: 23 Prozent erwarten bessere Geschäfte, sieben Prozent schlechtere. Im Kreis Heinsberg melden 35 Prozent der Unternehmen eine gute und 15 Prozent eine schlechte Geschäftslage. Die Aussichten haben sich eingetrübt: 22 Prozent erwarten eine gute Entwicklung, ebenso viele eine schlechte.

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