Damit die pfiffige Idee zum Unternehmen heranwächst

Von: Berthold Strauch
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Am Anfang steht meist nur eine pfiffige Idee. Deren Umsetzung, sind die Väter dieses Gedankens sicher, würde die technologische Entwicklung ein gehöriges Stück vorantreiben.

Einziger Haken: Das Geld fehlt, um die kreative Eingebung zu einem marktfähigen Produkt zu veredeln.

Um diese entscheidende Lücke zu schließen, haben mehrere Institutionen und private Investoren ein bereits hervorragend bewährtes Erfolgsrezept mit sattem Kapitaleinsatz weitergeschrieben. Die Sparkasse Aachen gemeinsam mit der Kreissparkasse Heinsberg, die NRW.Bank und die DSA Invest, eine Tochter der DSA Daten- und Systemtechnik aus Aachen - Schlüssel-Lieferant von Elektronik-Prüfeinrichtungen für die weltweite Automobilbranche - haben den zweiten „Seed Fonds” („Saat Fonds”) für die Region Aachen aufgelegt. Zarte Pflanzen, also frisch gegründete Unternehmen können mit insgesamt 10,3 Millionen Euro finanziert werden, maximal mit 850.000 Euro, gemeinsam mit weiteren Partnern das Doppelte. Wie gut dieses Instrument einschlägt, wurde anhand spannender Zahlen dargelegt.

Elf Start-ups sind mit der Erstauflage des Fonds unterstützt worden, nur eines überlebte nicht. Und mehr als 100 neugeschaffene Arbeitsplätze beeindruckten auch den nordrhein-westfälischen Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger (SPD) als Gast der Veranstaltung nachhaltig: „Das lässt sich sehen.” Der Minister sprach von einem „echten Innovations-Turbo”, der damit für den Hightech-Gründungsbereich geschaffen worden sei. Von der Neuauflage des Fonds erwarte er eine „weitere Mobilisierung von Entwicklungen und Wachstumsimpulsen: Die Erfolgsgeschichte wird weitergeführt.” Das Projekt sei „auf einer guten Schiene”.

Dass es schon bald die nächsten konkreten Finanzierungsabschlüsse geben könne, machte Harald Heidemann, Vorstand der Sparkassen-Unternehmensbeteiligungsgesellschaft S-UBG, der den Seed Fonds managt, deutlich. Es könnte eine Neugründung aus dem Umfeld der DSA werden, sagte er. Die Nähe zu neuen technologischen Entwicklungen sei es auch, fügte DSA-Geschäftsführer Eckhard Schulz an, die ihn nun ebenso zum Investor werden lasse. Insgesamt, sagte Norbert Laufs, stellvertretender Vorstandschef der Sparkasse Aachen, sei die „Pipeline der Interessenten” an dieser „Krabbelstube für ganz junge Unternehmen gut gefüllt”. Keine „unternehmensträchtige Gründung”, so Peter Güllmann von der NRW.Bank, „darf am Kapital scheitern”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert