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CO-Pipeline: Bayer schließt Vertrag mit dem Land NRW

Von: dpa
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Düsseldorf/Leverkusen. Der Bayer-Konzern hat einen weiteren Schritt in Richtung Inbetriebname der umstrittenen CO- Pipeline getan.

Die Kunststoffsparte Bayer MaterialScience und der Düsseldorfer Regierungspräsident Jürgen Büssow unterzeichneten am Dienstag einen Vertrag, in dem der Chemiekonzern eine Reihe von Verpflichtungen eingeht.

Die 67 Kilometer lange CO-Pipeline soll die Bayer-Werke Dormagen und Krefeld-Uerdingen verbinden. Gegen das Projekt hatten Anwohner protestiert.

Der Pipelinebau steht laut Bayer kurz vor der Vollendung. Allerdings ist die Inbetriebnahme noch nicht erlaubt. Der Chemiekonzern hofft, dass er im Mai grünes Licht bekommt.

Der öffentlich-rechtliche Vertrag zwischen Bayer und dem Land Nordrhein-Westfalen lege unter anderem fest, dass Bayer die Rohrleitung fertigstellt und auch dauerhaft betreiben werde.

Für die ersten fünf Jahre nach der Inbetriebnahme der Pipeline seien zudem weitere Investitionen von 200 Millionen Euro festgeschrieben worden, teilte die Bezirksregierung mit.

Zur Verbesserung der Umweltbilanz sollen große Mengen Kohlendioxid (CO2) am Standort Dormagen nicht mehr in die Luft abgegeben werden. Das klimaschädliche Gas soll vielmehr als Rohstoff für die Produktion von Kohlenmonoxid verwendet werden.

Ende 2007 hatte das Oberverwaltungsgericht Münster die Fertigstellung der Pipeline auf Risiko des Unternehmens erlaubt, die Inbetriebnahme jedoch untersagt. Die Bezirksregierung Düsseldorf hatte daraufhin einen ergänzten Planfeststellungsbeschluss vorgelegt.

Um die Rohrleitung betreiben zu dürfen, hat Bayer nach Angaben eines Sprechers beim Verwaltungsgericht Düsseldorf einen neuen Eilbeschluss beantragt. Der erste nicht-öffentliche Anhörungstermin soll am 12. Mai stattfinden.

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