Carpus + Partner: Zwei Freunde setzen auf ein starkes Team

Von: Bernd Büttgens
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Sie haben einen ebenso klaren wie erfolgreichen Plan, wenn es um ihre Aachener Firma Carpus + Partner geht: Peter Winkler (links) und Günter Carpus planen und bauen mit ihren 180 Mitarbeitern hochkomplexe Gebäude für anspruchsvolle Kunden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Sie haben sogar ein gemeinsames Büro. Das erfährt der geneigte Zuhörer erst am Ende des Gesprächs. Obwohl es alles andere als selbstverständlich ist, dass die Vorstände eines erfolgreichen Unternehmens Tag für Tag den selben Arbeitsraum teilen.

Bei Carpus und seinem Partner ist vieles anders als sonstwo, man könnte auch zu dem Ergebnis kommen: Es handelt sich um ein ungewöhnliches Unternehmen.

Günter Carpus und Peter Winkler haben nichts gegen eine solche Einschätzung einzuwenden. Sie sind Freunde, „ja, das ist eines unserer Erfolgskriterien, die berufliche Partnerschaft wird von einer tiefen Freundschaft getragen”. Dazu gehöre auch, bisweilen unterschiedliche Standpunkte zu vertreten, sagt Peter Winkler: „Doch wenn die Auseinandersetzung von der guten Absicht getragen ist, offen miteinander umzugehen, um somit das Beste für das Unternehmen zu erzielen, dann ist das doch okay.”

Hört sich gut an. Eine solche Story würde man als gewiefter Marketingchef einer Firma dieser Güte auch als unverwechselbares Profil mit auf den Weg geben. Doch bei Carpus + Partner kommt man schnell auf den Trichter: Das ist keine Schönschwätzerei, das ist gelebte Firmenkultur.

Wie sonst könnte ein Team aus inzwischen 180 Mitarbeitern, die in 45 verschiedenen Berufen ausgebildet sind, so erfolgreich sein? Das Aachener Büro aus der Weststraße, das schon bald auf das neue Campus-Gelände nach Melaten ziehen wird, ist mit seinem Firmenverbund ein international tätiges Beratungs- und Planungsunternehmen. Als Berater, Experten und Generalplaner lösen die Aachener Spezialisten sämtliche Aufgaben, die im Lebenszyklus einer Immobilie entstehen. Vor allem auf Partner aus den Bereichen der Life-Sciences und High-Tech-Industrie hat man sich fokussiert, zu den Kunden gehören große Pharma- und Biotech-Unternehmen, Krankenhäuser, Hochschulen sowie Unternehmen aus dem Bereich der „Neuen Werkstoffe”.

So wie sich die Kunden in ihrer Arbeit nach vorne orientieren, haben Günter Carpus und Peter Winkler auch ihr Unternehmen innovativ aufgestellt. Teamwork ist hier kein modisches Schlagwort, sondern gelebter Alltag. „Wenn wir den Anspruch haben, dass wir für unsere Kunden Gebäude entwickeln und bauen, die ihnen als Innovationsmotoren dienen sollen, müssen auch wir vernetzt arbeiten, müssen wir das Knowhow unserer Kollegen zusammenbringen”, sagt Winkler.

Anders gesprochen: Wer seine Motivation daraus bezieht, nicht einfach eine nüchterne, technisch perfekt funktionierende Fabrik zu planen, die für den Betreiber möglichst effizient sein soll, sondern eine Arbeitsstätte zu schaffen, in der die Menschen sich auch wohlfühlen können, muss Wissen fachübergreifend verschmelzen.

Das Haus an der Weststraße ist auf offene Kommunikation ausgerichtet. Projektgruppen finden in Workshops zusammen, die professionell moderiert werden und denen ein fast schon spielerischer Ansatz zugrunde liegt. Das Ziel ist klar: Die Carpus-Kollegen und die Kunden sollen die Regeln ihrer Zusammenarbeit festlegen, ihre Projekte gemeinsam entwickeln und voneinander lernen. Wen wundert es da, dass bei Carpus fast jeder Mitarbeiter jonglieren kann? Und so mancher Industriepartner hat es auch gelernt.

Jonglieren mit Ressourcen, mit Projekten und Finanzen können sie alle - aber mit Bällen? Im Workshop kommt man sich auf diese Art näher. „Man erkennt schnell”, sagt Carpus, „wie die verschiedenen Menschen lernen. Manche mit Druck, manche mit Stress, manche sehr leicht. So werden sich diese Leute auch im Projekt einbringen.”

Carpus und Winkler haben das Ziel, ein kreatives und zukunftsfähiges Unternehmen zu schaffen, das sich selbststeuernd anlegt und weiterentwickelt. Der Satz dazu folgt prompt: „Solche Systeme widersetzen sich der Anweisung und sind nur durch einen kooperativen Führungsstil lebendig zu halten.”

Schon viele Firmen wurden im AZ-IHK-Unternehmerforum vorgestellt, eine solche noch nicht. Bei der auf solch durchdachte und aufwendige Art die Mitarbeiter auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Wen wundert es da, dass Carpus + Partner im vorigen Jahr in den Kreis der 100 besten Arbeitgeber Deutschlands gewählt wurde? Und zwar von den eigenen Mitarbeitern, die in einer anonymen Befragung mit 94 Prozent das Prädikat „besonders zufrieden” ausstellten.

„Innovation, Wachstum und Zukunftsperspektiven gibt es nur dann”, sagt Carpus - und sein Partner stimmt zu, „wenn unsere Teams mit unseren Kunden korrespondieren. Und wenn wir erkennen, dass unsere Leute keine Funktionserfüller sind, sondern Menschen, die ein fachliches Knowhow haben und die sich zusammen mit dem Unternehmen weiterentwickeln möchten.”

AZ-Leserinnen und Leser können dabei sein

Industrie- und Handelskammer und Aachener Zeitung laden am Montag, 30. März, zum Forum „Unternehmen in der Technologieregion Aachen” ein. Los geht es um 18.30 Uhr im IHK-Foyer, Theaterstraße 6-10 in Aachen.

Die „Carpus + Partner AG” wird von den Vorständen Günter Carpus und Peter Winkler vorgestellt. Anschließend stellen sie sich den Fragen von Bernd Büttgens, stellvertretender AZ-Chefredakteur.

Das traditionsreiche AZ-IHK-Forum erfreut sich großer Beliebtheit. Deshalb bitten wir interessierte Leser um vorherige Anmeldung unter 0241-5101-320, E-Mail: chefredaktion@zeitungsverlag-aachen.de oder per Fax unter 0241/5101360.
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